Aus Elbląg (Elbing), Prov. Westpreußen, Schüler von Akiba Eger in Posen, ordiniert von diesem sowie von Meyer Simon Weyl in Berlin, 23. Nov. 1823 angestellt als „Vice-Rabbiner“ (moreh hora’ah) in der Königsberger Vorstadt mit Gehalt von 500 Rtl., steht an der Spitze der Partei gegen den Prediger Francolm
nach dessen Absetzung i. J. 1826 strebt er den Titel eines Oberrabbiners der Prov. Preußen an. Er und seine Frau Rose, 43 und 37 Jahre alt, starben am selben Tag durch Schlaganfall
sie hinterließen sieben Kinder.
Dokumente
CAHJP Jerusalem, „Königsberg“ Kn/I E-I-1 Nr. 2; Bewerbung und Korrespondenz mit dem Vorstand in Königsberg, 1823-24, enthält Hattara von Meyer Weyl (8. Jan. 1824) und Empfehlung von Akiba Eger (12. Jan. 1824)
GStA Berlin, Sekt. 2, Abt. XVI Königsberg Nr. 2, Bd. I, fol. 77-78 vom 20. Juli 1824, Nicht-Bestätigung durch die Behörden
JM Frankfurt/M., PSR A 177, Eintrag im Sterberegister Königsberg über Tod des Ehepaars am „Schlage“.
Epigraphik
Beigesetzt in Königsberg im Grab Nr. 236; lt. Birnbaum, „Gräber“, S. xvi.
Bildmaterialien
Porträtgemälde, einst im Sitzungssaal der Königsberger jüd. Gem., reprod. Festschrift Chewra Kaddischa, zwischen S. 32-33; dazu Birnbaum, „Gräber“, S. xviii.
Literatur
Rosenthal, Königsberg, S. 46, mit Todesdatum 28. Mai 1828
Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II, S. 345
Fehrs in Brocke u. a. (Hrsg.), Ost- und Westpreußen, S. 250.