BHR Biographisches Portal der Rabbiner

LASERON, Wolf, auch W. LASERSON

  • Geb. 1784,
  • Gest. 22. Mai 1828 in Königsberg
  • Aus Elbląg (Elbing), Prov. Westpreußen, Schüler von Akiba Eger in Posen, ordiniert von diesem sowie von Meyer Simon Weyl in Berlin, 23. Nov. 1823 angestellt als „Vice-Rabbiner“ (moreh hora’ah) in der Königsberger Vorstadt mit Gehalt von 500 Rtl., steht an der Spitze der Partei gegen den Prediger Francolm
  • nach dessen Absetzung i. J. 1826 strebt er den Titel eines Oberrabbiners der Prov. Preußen an. Er und seine Frau Rose, 43 und 37 Jahre alt, starben am selben Tag durch Schlaganfall
  • sie hinterließen sieben Kinder.

Dokumente

  • CAHJP Jerusalem, „Königsberg“ Kn/I E-I-1 Nr. 2; Bewerbung und Korrespondenz mit dem Vorstand in Königsberg, 1823-24, enthält Hattara von Meyer Weyl (8. Jan. 1824) und Empfehlung von Akiba Eger (12. Jan. 1824)
  • GStA Berlin, Sekt. 2, Abt. XVI Königsberg Nr. 2, Bd. I, fol. 77-78 vom 20. Juli 1824, Nicht-Bestätigung durch die Behörden
  • JM Frankfurt/M., PSR A 177, Eintrag im Sterberegister Königsberg über Tod des Ehepaars am „Schlage“.

Epigraphik

  • Beigesetzt in Königsberg im Grab Nr. 236; lt. Birnbaum, „Gräber“, S. xvi.

Bildmaterialien

  • Porträtgemälde, einst im Sitzungssaal der Königsberger jüd. Gem., reprod. Festschrift Chewra Kaddischa, zwischen S. 32-33; dazu Birnbaum, „Gräber“, S. xviii.

Literatur

  • Rosenthal, Königsberg, S. 46, mit Todesdatum 28. Mai 1828
  • Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II, S. 345
  • Fehrs in Brocke u. a. (Hrsg.), Ost- und Westpreußen, S. 250.