LEMBERGER, Löb (hebr. Juda-Arjeh-L.), polnisch L. LEWOW
Gest. 1792 in Schwabach
Aus Lemberger Rabbinerdynastie. Sohn des Joseph L., der bei seinem Tod 1775 Rb. in Třebíč (Trebitsch) in Mähren war und dessen Vater Aron-Moses-Ezechiel aus Lemberg (gest. 1712) die Oberrte. von Trier und Westhoffen im Elsaß versehen hatte. Wurde durch Heirat mit seiner Kusine Miriam L. (gest. 1757) Schwiegersohn und Assessor seines Onkels, des mährischen Landesrb. Moses L. in Mikulov (Nikolsburg). Dort schloß er am 11. Juli 1758 seine zweite Ehe mit Blümele Sinzheim, Tochter des Abraham S. Als Rb. in Velké Meziříčí (Groß-Meseritsch) in Mähren bewarb er sich 1780 um das mährische Landesrt. 1781 wurde er fürstlich-ansbachischer Landesrb. in Schwabach als Nachfolger seines Onkels Heschel L.
Literatur
Haenle, Ansbach, S. 124f
Müller, „Mährische Oberlandesrabbiner“, S. 164
Taglicht, Nachlässe der Wiener Juden, S. 87, 310
H. Horwitz, „Die Familie Lwów“, MGWJ 72 (1928), S. 489
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 230
Weinberg, Memorbücher, S. 183, 221
Cohen, Bene ha-Medinah, Bd. III, genealogische Tafeln
PK Bavaria, S. 364
Yitzchak Zimmer, Peraqim betholdoth ha-yehudim ba-nesichuth ’Ansbach ba-me’oth ha-ševa‘-‘äœreh weha-šemonah-‘äœreh, Ramat-Gan 1975, S. 30, über seinen Vorgänger und Onkel