BHR Biographisches Portal der Rabbiner

BARBY, Meyer

  • Geb. ca. 1725 in Barby a. d. Elbe bei Halberstadt,
  • Gest. 28. Juli 1789 in Preßburg
  • Sohn des Hausierers Saul, stud. an der Jeschiwa in Halberstadt bei Rb. Hirschel Biale, verlobt sich dort 1738 mit einem Mädchen aus wohlhabender Familie, die ihm weitere zwei Jahre Studium an der Großen Jeschiwa in Frankfurt/M. bei Oberrb. Jakob Popper finanziert. Nach seiner Rückkehr nach Halberstadt wirkt er als Talmudlehrer und Dajan. 1756 Rabbinatsverweser in Halberstadt, 1763 Rb. in Halle, 1764 Oberrb. in Preßburg und Leiter einer großen Jeschiwa. Korrespondent der Rb. Ezechiel Landau in Prag und Meyer Munk in Danzig. Ihm werden auch beträchtliche medizinische Kenntnisse zugeschrieben.

Publikationen

  • H. idduše halachoth MaHaRaM Barbi, Talmudauslegungen, Bd. I zu Bes. ah, Pesah. in, Qiddušin und Yevamoth, mit Responsen und Homilien, Brzeg Dolny (Dyhernfurth) 1786; Bd. II zu Yoma’, Sukkah, Git. t. in, H. ullin und Ševu‘oth, mit Auslegungen über den Pentateuch und Abhandlungen über die h. ameš šit. t. oth, hrsg. Seligmann Sulzbach, Prag 1793; beide Bde. Warschau 1885, ca. 100 fol., reprod. Jerus. 1982
  • Halachische Korrespondenz mit Ez. Landau in dessen Noda‘ bIhudah, I, YD 48, 50; EE 25 (Landau nennt ihn hier seinen yedid nafši), 48-51; II, YD 70, 115f, 156; EE 128, 156
  • Halachische Korrespondenzen mit Akiba Eger d. Ä., Jesaja Berlin, Jeremia Mattersdorf, Meyer Munk; Nachweis in EJ dt. III 1066
  • Acht Approbationen, datiert aus Preßburg 1766-87; bei Löwenstein, Index, S. 31. Schüler nach Gold, Bratislava, S. 64: David Deutsch, Issaschar Beer, Moses Perls, Koppel Charif Altenkunstadt, Israel Wahrmann, Abraham Hirsch Lemberger, Esriel Brill, Daniel Proßnitz (Steinschneider), Mordechai Benet, Elia Rosenthal, Salomo Rosenthal, Philipp Gompertz, Philipp Wesel, Götz Schwerin. Hallah. mi nennt ferner Isaak Fränkel und Seligmann Sulzbach.

Epigraphik

  • Sein Grabstein ist erhalten im „Chatam-Sofer-Mausoleum“ in Bratislava; Inschrift bei M. J. Weiss, Sefär ’Avne veth ha-yos. er, Bd. I, Bl. 3r-v.

Literatur

  • Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1694
  • Auerbach, Halberstadt, S. 71-74
  • Walden, Šem ha-Gedolim hä-h. adaš, S. 87
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 756
  • M. J. Weiss, Sefär ’Avne veth ha-yos. er, Bd. II, Bl. 39v-44r
  • Löwenstein, Nathanael Weil, S. 74
  • JE II 526f
  • EJ dt. III 1065f
  • Wininger I 243
  • Hallah. mi, H. achme Yiœra’el, S. 168
  • Schwab, Chachme Aschkenaz, Nr. 11
  • EJ eng. IV 207f
  • Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 107, Nr. 1052
  • Maier, Jüdische Religion, S. 474
  • Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 247f
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 87f, 124, 153, 210.