Gest. 31. Jan. 1862 in Starogard Gdañski (Preußisch-Stargard), Prov. Westpreußen
Sohn des Elieser, talmudische Ausbildung und ausschließlich autodidaktische Studien in den weltlichen Fächern, lebt zunächst in Gryfino (Greifenberg) bei Stettin in Pommern, 1844 Lehrer und Rabbinatskandidat in Kołobrzeg (Kolberg), Pommern, dann Dajan das.
1853 Rb. in Starogard Gdañski. Ein von ihm gegründeter Frauenverein erhält nach seinem Tod den Namen der „Lesser-Stiftung“. Sein Sohn Dr. Wolf Lesser (1845- 1882) besuchte 1862-72 das Jüdisch-theologische Seminar und war Rabbiner in Miêdzychód (Birnbaum) und Bielsko (Bielitz) in Österr.-Schlesien.
Publikationen
Festrede über Psalm 20. am Geburtstage Sr. Maj. des Königs Friedrich Wilhelm IV. mit Bezug auf die Uebernahme der Regentschaft Seitens Sr. Königl. Hoheit des Prinzen von Preußen, gehalten am 15. October 1858 in der Synagoge zu Pr. Stargardt, 1858
Aufsätze in AZJ, Ha- Maggid.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 8, für 730 Seelen; S. 9 nennt einen M. Lesser als Rabbinatsverweser im benachbarten Mirosławiec (Märkisch-Friedland) für 500 Seelen
AZJ 1852, S. 18, 185; 1855, S. 302; 1856, S. 148f; 1858, S. 136, 390; 1859, S. 344
Nachruf AZJ 1862, S. 116f, die Trauerfeier zelebrierten die Rb. Abr. Stein aus Danzig, Gabr. F. Feilchenfeld aus Chełmno (Kulm) und Bernh. Friedmann aus Nakło nad Notecią (Nakel)
Über seinen Sohn: Brann, Jüd.-theol. Seminar, S. 178; Heppner und Herzberg, S. 305; Maser und Weiser, Oberschlesien, S. 90f.