Sohn des Juda-Leibusch L. und der Rachel, lernte an polnischen Jeschiwot, wo er auch philologische und philosophische Privatstudien betrieb. War dann einer der hervorragenden Schüler der Jeschiwa von Akiba Eger in Posen, von diesem ordiniert. Privatgelehrter in Ostrzeszów (Schildberg), Prov. Posen, 1843 als Dajan mit 30 Tl. Gehalt angestellt. 1850 Berufung an die Jechiel- Walich-Klaus in Hamburg. Aus Gesundheitsgründen heiratete er nie.
Dokumente
AP Poznañ, Landratura Ostrzeszów, Nr. 278, vom 8. Febr. 1844 über seine Anstellung als Rabbinatsassessor; dabei Brief L.s vom 25. Jan. 1844, nennt das Rt. „mein jetztiges Nebenexistens“. Ebd. vom 4. Feb. 1853 Suche nach einem Nachfolger. „Der p. Lichtenstein befindet sich seit mehreren Jahren in Hamburg und hat dort ein Unterkommen gefunden“.
Manuskripte
Je ein Band Pentateuch- und Talmudkommentare, lt. Duckesz.
Publikationen
Beiträge im Bibelkommentar von Abraham Baeck, Bikkure ’Aviv, Lemberg 1873.
Literatur
Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 123, hebr. S. 127f, dt. S. 44
Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II, S. 358.