BHR Biographisches Portal der Rabbiner

LITTAUER, Jakob

  • Geb. in Rawicz,
  • Gest. „3. Tischri 1866“ (12. Sept. 1866?) in Inowrocław (Inowrazlaw), Prov. Posen
  • Schüler von Akiba Eger in Posen, verheiratet mit dessen Enkelin Channa Radisch Eger. Auf Egers Empfehlung mit Vertrag vom 15. Juli 1827 als Rb. in Wągrowiec (Wongrowitz), Prov. Posen, angenommen und am 10. Sept. 1827 von Eger ordiniert. 1862 Dajan in Inowrocław. Sein Schwiegersohn war der in die USA ausgewanderte Rb. Nachum Streisand.

Dokumente

  • AP Poznañ, Landratura Wągrowiec Nr. 276, S. 1-52 Annahmeverfahren, S. 3-4 beteuern die Synagogenältesten am 16. Mai 1828, sie hätten keinesfalls eine Rabbinerwahl vorgenommen und dies der Reg. verschwiegen. „Wir haben bloß einen Gelehrten in der Person Jacob Littauer anhero genommen, dieser verrichtet mit uns in Gemeinschaft vor der Hand die Religions-Andachten“; S. 20 Bestätigung des Landrats vom 11. März 1829, daß „der Littauer des deutschen Lesens u. Schreibens kundig, wie Probe beweiset, und von guter Führung ist“; S. 25 deutschsprachige Hattara von Akiba Eger, 10. Sept. 1827 (Original), daß „der jüdische Gelehrte Herr Jacob Luther aus Rawitsch, der jüdischen religions und Zeremonial Gesetzen so kundig ist, daß er ein Rabbiner Amt vorstehen kann“; S. 22 Bestätigung als Rb. durch die Reg. Bromberg, 4. April 1829; S. 30f Brief L.s vom 15. Juli 1844: Er fungiere seit 17 Jahren als Gemeinderb. und habe 168 Tl. Gehalt.

Publikationen

  • Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, I, Nr. 22, 41, 135
  • Briefwechsel mit Akiba Eger in dessen Michtavim, 1969, S. 23, über den Wunsch eines Christen, trotz des gesetzlichen Verbots auf seinen Übertritt zum Judentum vorbereitet zu werden.

Literatur

  • „Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 60, für 540 Seelen
  • AZJ 1862, S. 384, Wiederausschreibung der Stelle
  • Heppner und Herzberg, S. 478, 895, 1007
  • PK Poznañ- Pomerania, S. 58.