BHR Biographisches Portal der Rabbiner

MANNHEIMER, Isak Aronsohn

  • Geb. 1750,
  • Gest. 9. Aug. 1838 in Sulzbach
  • Begüterter Schnittwarenhändler in Sulzbach, Morenu-Titel von Jekutiel Kaufmann Kohn in Sulzbach
  • Diplom des Fürther Rabbinats unter Meschullam-Salman Kohn in Fürth für die Entscheidung von Issur-Wehetter (Verbotenes und Erlaubtes), 1815 Rabbinatsverweser in Schwabach, 1818 von der Regierung als Rabbinatsverweser bzw. -substitut für die 300 Juden in Sulzbach eingesetzt.

Dokumente

  • StadtA Schwabach, Israelitische Kultussachen IV.4, Nr. 27 Den Tod des Rabbiners Isaak Zacharias Fraenkel und die Wiederbesetzung der dadurch erledigten Rabbinatsstelle bei der hiesigen Judengemeinde, 1815
  • CAHJP Jerusalem, KGe 19 „Sulzbach“, Nr. 47, vom 10. Okt. 1838; seine Witwe Sara erhält eine Unterstützung von 30 Kreuzern wöchentlich zusätzlich zu den Zinsen ihres bei der Gemeinde angelegten Vermögens.

Publikationen

  • Korrespondenz des Dajan Eisik Mannheim mit Hamburger, Ša‘ar ha-Zeqenim, Bd. II, Bl. 75r: Ob eine Synagoge bei Wiederaufbau nach Brandschaden mit denselben Segenssprüchen eingeweiht wird wie eine neugebaute? (1827).

Literatur

  • Löwenstein, „Fürth“, II, S. 128
  • Weinberg, Oberpfalz, Bd. V, S. 55-56, zitiert einen Amtsbericht von 1832: „Seine religiösen Vorträge bewähren eine Bildung, die nicht gerade wissenschaftlich, doch den Zeitverhältnissen angemessen genannt werden kann. Sein Charakter ist offen und makellos, sein Pflichteifer lobenswert. Bei aller Frömmigkeit ist er frei von jeder Schroffheit gegen andere Ansichten“
  • PK Bavaria, S. 161.