Niedergelassen in der damals französischen Festung Landau, dort vereidigt am 1. Juli 1809 als Religionslehrer und zweiter Rabbiner
1811 vom Mainzer Konsistorium als Rb. in Bad Dürkheim eingesetzt, leitet dort um 1825 ein Lehrhaus. Wird 1828 wegen mangelnder allgemeiner Qualifikation von den bayerischen Behörden zum Substituten des neuen Bezirksrb. zurückgestuft, von der Gemeinde aber weiterhin als Rb. betrachtet. Sein Sohn und sein Neffe wurden Rb. in Frankreich. Schüler. Weill, Ma jeunesse, S. 184 beschreibt seine Durchreise in Bad Dürkheim: „Il y avait dans ce village une école talmudique, et nous passâmes le sabath à disputer“. Der bekannteste unter den meist elsässischen Schülern war Samuel Wolf Klein (1814-1867), später Grand Rabbin in Colmar und Anführer der französischen Orthodoxie
siehe NDBA Bd. V, Sp. 1994.
Dokumente
AN Paris, F 19, Nr. 11.052 „Tableau des Déclarations faites par les Rabbins & Docteurs de la Loi“, Paris, 30. Sep. 1813
LA Speyer, H3 Nr. 8249 vom 29. Juli 1815, Nach Kultusstatistik, „Aron Moriz“ war für die Gemeinden der Kantone Bad Dürkheim und Neustadt a. d. Weinstraße zuständig
LA Speyer H3/8259, Frankenthal, über Rückstufung 1827; StadtA Bad Dürkheim II/ 725, Bl. 34ff Rb. Aron Marx wird wegen der fehlenden wissenschaftlichen Bildung auf der Substitutenstelle beibehalten, 1828 (nach Gotzmann, Eigenheit und Einheit, S. 37 Anm.)
StAWürzburg, RA 7145, vom 6. Juni 1843, Aussage seines Sohnes, des Rabbinatskandidaten Moritz Marx, wonach M. fast dreißig Jahre lang amtiert habe
LBI New York, Berthold Rosenthal Archives, AR-C.224, 666/BR 29, Auszüge aus dem Dürkheimer Memorbuch; danach war „Jakob Aron Landau“, gest. 13. Adar II 5597 im Alter von 69 Jahren, mehr als 26 Jahre lang Rabbiner in Bad Dürkheim.
Literatur
Rita Breit, „Reise des Abraham Weill“, Allmende 13 (1993), S. 42-52