Sohn des Trierer Oberrb. Marx Levy und der Chaje Levov, deren Vater ebenfalls Oberrb. in Trier gewesen war. 1804 Rb. in Trier
Deputierter beim Sanhedrin in Paris. Am 5. Mai 1809 eingesetzt zum Konsistorial- Oberrb. für das Département Sarre mit Sitz in Trier
sein Rechtsstatus bleibt ihm nach der preußischen Besitzergreifung 1815 erhalten. Seine Witwe bezog bis zu ihrem Tod im Mai 1860 eine Pension des Konsistoriums von 200 Tl. Sein Bruder Heinrich, Vater von Karl Marx, konvertierte 1824 mit seiner Familie zum Protestantismus in dem Bestreben, einer „honetten Religion“ anzugehören.
Dokumente
AN Paris, F 19, Nr. 1840, vom 30. April 1808, Bericht des Trierer Präfekten über den jüd. Kultus im Dépt. Sarre, nennt „Levy, Samuel Marx, 36“
Ebd. auch Protokoll über M.s Einsetzung zum Oberrb. des Konsistoriums, sowie sein Dankesbrief an den Kultusminister, datiert 10. Mai 1809: „Sensible à vos exhortations paternelles, pénétré de reconnaissance pour la confiance que daigne mettre en moi Sa Majesté impériale et royale, je chercherai à m’en rendre digne, en inspirant à mes co-religionaires l’amour de la patrie, le désir de se rendre utile en s’adonnant aux arts et métiers, et je leur enseignerai enfin la religion, guidée d’une saine et pure morale“
HStA Düsseldorf, Generalgouvernement des Nieder- und Mittelrhein 112, vom 25. Jan. 1815 über Gehaltsumlegung mit Unterschrift „Samuel Marx, Groß-rabiner“
LHA Koblenz, 656/131,3000, Sterberegister
Ebd., 422/3798, über die Versorgung seiner Witwe.
Publikationen
Verschiedene Rundbriefe des Trierer Konsistoriums, gesammelt in AN Paris, F 19, Nr. 1840
Eine Approbation, datiert Trier 1817; Löwenstein, Index, S. 127.