Geb. 17. Juli 1838 in Chodzie¿ (Chodziesen), Prov. Posen,
Gest. 17. März 1904 in Berlin
Sohn des Aron M. und der Anna Caro, Schulbesuch im Heimatort, 1855 zum Jüdisch-theologischen Seminar nach Breslau, nach Abitur (1857) am kath. Gymnasium 24. Okt. 1857 imm. Breslau und sieben Semester Studium
3. Mai 1861 prom. Halle, seit 1862 zweiter jüd. Religionslehrer in Breslau, Jan. 1866 Rabbinerprüfung am Seminar und Ordination durch Zach. Frankel. 1867 Rabbiner und Prediger in Köthen, Anhalt, Apr. 1868 bis März 1869 vertritt er in Dessau den Prediger Gustav Philippson und unterrichtet an der Franzschule. 1870 Rb. in Skwierzyna (Schwerin a. d. Warthe), Prov. Posen, legt 1873 seine Stelle freiwillig nieder, „weil mein Wirkungskreis und Gehalt gar zu geringfügig waren“, läßt sich in Halle zu wiss. Studien nieder. Mit einem Diplom, das ihm am 10. Nov. 1872 Simon Löwe in Racibórz (Ratibor) ausstellte, bewirbt sich noch in Magdeburg, Hildesheim, Emden u. a.
Dissertation
Inquiritur, quid et quando fuerit Synagoga magna, Diss. Halle 1861.
Dokumente
AU Wrocław, F 434, S. 113, mit Matrikeleintrag
CAHJP Jerusalem, Inv. 1485,3, Zeugnisse
UA Halle, Phil. Fak. II, Nr. 94, Stück 24, Promotionsakten, mit Vita
JM Frankfurt/M., PSR 148, nach dem Köthener Register zelebrierte er dort verschiedene Trauungen zwischen Juli 1868 und Nov. 1869
CJA Berlin, 1. 75 A Ma 1, Nr. 17, Bewerbung in Mirosławiec (Märkisch- Friedland), datiert Berlin, 30. Juli 1867
StadtA Emden Dezimalregistratur IV Dc Nr. 4, S. 5 Bewerbung vom 22. Febr. 1874, mit Lebenslauf
CJA Berlin, Begräbniskartei Weißensee und Sterbeakte, danach geb. 15. März 1838.
Literatur
Lippe 1879/81, S. 322, „Michaeles, S.“
Heppner und Herzberg, S. 541, 970
Domañska, ¯ydzi znad Gdañskiej Zatoki, S. 67, nennt den Rabbinatskandidaten „Samuel Michaelson“ als Prediger bei der Danziger Gemeinde Winnica (Weinberg)