BHR Biographisches Portal der Rabbiner

MUNK, Elias

  • Geb. 1818 in Inowrocław (Inowrazlaw), Prov. Posen,
  • Gest. 30. Juli 1899 in Bad Ems
  • Sohn des Rb. Michel-Löb M., der kurz nach seiner Geburt auf das Danziger Oberrt. berufen wird. Nach der Bar-Mizwa geht er nach Posen zum Studium bei Ak. Eger, nach dessen Tod 1837 wechselt er zur Jeschiwa von Jakob Ettlinger in Altona
  • studiert dort auch allgemeine Schulgegenstände. 30. Apr. 1845 imm. Berlin, zugleich Schüler von Öttinger und Michael Sachs. Muß das Studium wegen der Revolutionsereignisse von 1848 unterbrechen, kommt nach Halberstadt ins Haus des orthodoxen Fabrikanten Aron Hirsch und schließt Freundschaft mit dessen Schwiegersohn Esr. Hildesheimer. Lehrer an der Schule des Samuel Enoch in Altona und Mitarbeiter an dessen Zionswächter. 1852 Lehrer an der Hamburger Talmud-Tora-Schule, heiratet Schönche Hildesheimer, die Schwester von Rb. Esriel H. Hält einen Studienkreis in seinem Haus. Als Nachf. von Jes. Hollander 1873 Stiftsrb. am Altonaer Lehrhaus, seit 1885 auch Dajan als Nachf. von Jecheskel Joelsohn, während der Krankheit von Oberrb. Löb verwaltet er gemeinsam mit seinem Kollegen Jekew Cohn dessen Amt. Seine Söhne Leo M. (1851-1919) und Esra M. (1867-1940) waren Rb. in Marburg bzw. bei der Adass Jisroel in Berlin
  • dort wirkte als Lehrer ein weiterer Sohn Meier M. (1869-1928).

Publikationen

  • „Aufklärungseiferer“, TZW 1849, S. 81f
  • „Israels Freiheit“, ebd., S. 265-267
  • „Religiöse Aphorismen“, TZW 1851, S. 41f, 46-48
  • „Historische Darstellung der politischen, bürgerlichen und privatrechtlichen Verhältnisse der Juden, besonders in Preußen“, TZW 1852, S. 3, 6, 14, 18f, 22f, 25f, 30f, 33f, 37f
  • „Erklärung einer schwierigen ’aggadah“, ebd., S. 66f
  • „Vom Rabbiner Munk zu Krojanke“, ebd., S. 69f
  • „Zeitgeist“, ebd., S. 98-100
  • „Ein Wort über Vorträge“, TZW 1853, S. 17f, 22f, 25f, 33f
  • Halachische Korrespondenz mit Esr. Hildesheimer, in dessen Responsen, I, Nr. 56, von 1881.

Literatur

  • Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 137, hebr. S. 140-142, dt. S. 49f
  • Kaufmann Kohler lebte 1861/62 in seinem Haus; „Reminiscences of my early life“, S. 474f
  • Hirschler, Sefär Me,’oran šäl Yiœra,’el, Bd. II, S. 338.