Geb. 1809 in Gerolshausen bei Würzburg [i. e. Gerolzhofen?],
Gest. 22. Aug. 1875 in St. Petersburg
1822 zur Jeschiwa nach Fürth
seit 1827 Studium an der Univ. Würzburg, aber erst 6. April 1832 imm. als cand. phil., dort eingeschrieben bis WS 1833/ 34
1833 prom. Gießen
predigt in der Umgebung seiner Heimat
4 Jahre Hauslehrer bei Baron v. Hirsch in Würzburg
danach in derselben Funktion in Harburg
1843 Nachfolger Lilienthals als deutscher Prediger in Riga
auf Forderung der Maskilim 1854 von den zaristischen Autoritäten zum „offiziellen Rb.“ (kazyonny ravvin) in Riga eingesetzt. Führt 1857 den Vorsitz bei der „Rabbiner- Kommission“ in St. Petersburg, Herbst 1863 „offizieller Rb.“ in St. Petersburg, zugleich Religionslehrer am Gymnasium.
Publikationen
Predigt, gehalten am Krönungs-Feste ... des Kaisers Alexander II. und ... der Kaiserin Maria Alexandrowna, am 26. August 1856 in der Synagoge zu Riga, Riga 1856
Bericht über seine Wahl in St. Petersburg; AZJ 1863, Beilage zu Nr. 40.
Literatur
AZJ 1845, S. 155; 1846, S. 390; 1858, S. 76, 99ff; 1860, S. 34; 1861, S. 228 (Ehrenbürgerschaft), 526 (h. alis. ah-Reform); 1862, S. 200, 540 (Empfang des Zaren); 1863, S. 603; 1864, S. 581ff; 1865, S. 140
JE X 417, „contributing much to the spread of culture among the Jews of the city [of Riga]“