Vermutlich Schüler der Fürther Jeschiwa, WS 1821 imm. Würzburg und vier Semester Studium, 1828 Staatsprüfung in Speyer mit der Note 2+ (als Primus unter vier Kandidaten). 17. Dez. 1828 Bezirksrb. für den Gerichtsbezirk Zweibrücken mit Sitz in Pirmasens, 1839 nach dem bayer. Neologenedikt wegen Reformtätigkeit gerügt, Bewerber in Kaiserslautern (1843). Geht als kinderloser Witwer am 3. Sept. 1875 in den Ruhestand nach Fürth, Julienstr. 4a.
Dokumente
ARS Würzburg Nr. 1645 über die in Würzburg belegten Kollegien
LA Speyer, Best. H3, Nr. 8133, Bl. 30-33 Protokoll seiner Staatsprüfung
Ebd. Nr. 8132/II, Bl. 88, Klage gegen Zweibrückener Juden, die sich entgegen der Ministerialentschließung vom 13. Dez. 1834 von auswärtigen Rabbinern trauen lassen; Bl. 132 achteinhalb Jahre nach seiner Anstellung beantragt O. das erste Mal Urlaub für eine Reise „nach seinem Geburtsort Fürth“