Führt seine Ahnenreihe auf den Krakauer Talmudisten Jakob Pollak (16. Jh.) zurück. Schwiegersohn von Rb. Eleasar Löw, Rb. in „Königsfürth“, 1825 Rb. in Úsov, dort Leiter einer kleinen Jeschiwa. Vater des Rb. Josua Hermann Pollach.
Dokumente
ŽM Prag, Nr. 3.892: Von Landesrb. Trebitsch dazu aufgefordert, schärft P. seiner Gemeinde die Matrikelgesetze ein. Lt. Bericht vom 6. Juni 1836 habe er „eine öffentliche Predig abgehalten, und wie öfterer Maßen mit einer zu Gemüthe führenden beredten Sprache die religions-widrige und strafwürdige Handlung der unerlaubten Ehen und Concubinate der versammelten Gemeinde ans Herz gelegt“.
Manuskripte
Los Angeles 828.bx.3.5 [IMHM 32.536] Mitschriften aus seinen Vorträgen.
Publikationen
Šelome Thodah. Danksagung an [...] Herrn Samuel und Madam Röschen Salomon, Bautzen 1827.
Literatur
ZRIJ 1844, S. 341: „Aussee hat, im Einverständnisse mit seinem alten, aber doch der Form des Jahrhunderts sich wohl bewußten Rabbinen (Hr. L. Pollak) eine Art hebräische Lehranstalt errichtet“
Wahrheit 1871, S. 143, „der edle, wahrhaft fromme und gelehrte Rabbiner Pollach“
Münz, Rabbi Eleasar, S. 45
JE
Frankl-Grün, Ungar.-Brod, Wien 1905, S. 48
Bałaban, „Jakob Pollak“, MGWJ 1913, S. 59-73, 196-210, über den berühmten Ahnen und seine Nachkommenschaft
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 340
Jaroslav Klenovský, Židovská čtvrt v Úsovì, Brünn 1993, S. 8.