Sohn des Moses, 1817 Schüler von Elieser Lippmann b. Avigdor Rawitsch, Dajan in Leszno (Lissa), mit 27 J. in Kêpno verheiratet. 1834 naturalisiert, 1834/35 Klausrb. und Dajan
nach dem Tod von Josef Samuel Landau i. J. 1836 ist die Neubesetzung umstritten, im Interim ist R. Rabbinatsverweser. 7. Feb. 1837 erste Bewerbung um die Rabbinerstelle, unterliegt 1840 gegen Malbim
in dessen Bet-Din seit 1845 Dajan
1856 selbst Rabbiner. Seine Ehefrau war Lea, Tochter des Rabbi Josef.
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 A, Ro 5 Nr. 1, fol. 86v, erwähnt als „Oberrabbiner zu Kempen“, 1858.
Publikationen
Miškan ha-‘Eduth über das rb. Zeugenrecht; die ersten Auflage (Krotoschin 1837) ging durch einen Großbrand verloren; neu hrsg. von dem in Breslau lebenden Sohn Ascher R. mit Finanzierung von „Herrn Adolf Stahl in Guatemala in Amerika“, Warschau 1913, 322 S.; Tel Aviv 1971
Deruš bidevar halachah we’aggadah, Krotoszyn 1839, 62 S
Deruš leyom beth Šemoth, ebd. 1839
Ša‘are Œimh. ah zum Talmud und YD, Warschau 1877, 105 Bl.; Neuausgabe mit Anhang von 35 Responsen und Auslegungen zum OH, Bilgorai 1911, 150 Bl
Korrespondenz in J. L. Feder, Yosef ’Omäs. , Warschau 1884, p. 63ff
Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, I, Nr. 207, 208.
Bildmaterialien
JNUL Jerusalem, Schwadron Collection (Bildnis).
Literatur
Mordechai b. Löb Kohen, Qol Bochim, 1880
Heppner und Herzberg, S. 519, 895
Daniel Lewin, Rabbi Jacob Simchah Rehfisch and the Jewish Community of Kempen (Posen), Montreal 1962
Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II, S. 371.