BHR Biographisches Portal der Rabbiner

BIBERFELD, Philipp

  • Geb. 25. Juni 1783 in Leszno (Lissa), Großpolen,
  • Gest. 1841 in Berlin
  • Um 1813 Lehrer in Gryfino (Greifenhagen), Pommern
  • um 1829 Vorsteher und Stiftsrb. am Veitel-Heine-Ephraimschen Bet-Midrasch in Berlin, Spandauer Str. 76. Als einer der vier Berliner Jeschiwaleiter (neben J. J. Öttinger, E. Rosenstein und S. Hirschfeld) gab er 16 Wochenstunden Talmudunterricht. Kurz nach seiner Scheidung von seiner ersten Frau Gola Salomon heiratete er am 22. Dez. 1825 Sarchen Cohn (1804-1871), Tochter des Simon Anschel C. aus Glogau. 1834 stellte er seine Talmudstunden ein und wurde Kaffee- und Zuckerhändler mit einer Pension aus dem Lehrhausfonds.

Dokumente

  • LA Berlin, A Rep. 020-01, Nr. 2100 mit Berichten der Schulinspizienten Bellermann (1829) und Ribbeck (1831) sowie des jüd. Gemeindevorstands Muhr (1832-1841) über „Rabbiner Biberfeld“; Dekrete des Provinzial-Schulkollegiums vom 15. Dez. 1831 und 1. Okt. 1832 zur Befreiung von Beaufsichtigung und Prüfung; 7. Dez. 1840 Muhr über die Einstellung seines Unterrichts; 13. Dez. 1841 mit Todesmeldung seitens der Stiftungsverwalter.

Literatur

  • Jeschurun III, 4 (Januar 1857), S. 211f, „Stiftsrabbiner Biberteich“ (!)
  • Jacobson, Judenbürgerbücher, S. 275, Nr. 1354
  • Fehrs, Heidereutergasse, S. 35
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 605.