Sohn des Joel und der Rickel, früh von seiner Mutter verwaist und von seiner Stiefmutter Channa aufgezogen, mit 12 J. zur Jeschiwa des Aron Mosessohn [Schach] in Schwabach, mit 15 J. in Fürth Schüler des Dajan Joseph Heß (des späteren Landesrabbiners in Kassel), lernt dort kurzzeitig auch bei Oberrb. Hirsch Janow, 1778 Rückkehr nach Prag, studiert an der Großen Jeschiwa bei Löb Fischels und bei Oberrb. Ezechiel Landau, weitere zwei Jahre Studium bei Eleasar Kalir in Kolín, sodann ein Jahr im Hause des Jekutiel Bachlowitsch in Cheb (Eger), zurück nach Prag und Heirat mit Fromet Klineburg, Tochter des Samuel K., welcher ihn zehn Jahre lang in seinem Haus eine Jeschiwa leiten läßt, 1795 Klausrb. am Bet-Midrasch des Samuel Lukka. Einer der bedeutendsten Prager Jeschiwaleiter seiner Zeit, Lehrer u. a. von Zacharias Frankel.
Manuskripte
ŽM Prag, ms. 274 Talmudauslegungen zu Pesah. in, 1817, 156 Bl
Ebd., ms. 389 Disputationen, 1799, 4 Bl
Ebd., ms. 388 Homilien, 1800, 5 Bl
Ebd., ms. 385 Gedenkrede auf den Schwiegervater, 1807, 4 Bl
Verlorene Kommentare zu den Talmudtraktaten Sukkah (‘Emäq Sukkoth [Ps. 60,8], Jugendwerk), zu H. ullin (T. åhorath H. ullin, Frucht siebenjähriger Arbeit), Bes. ah und Mo‘ed Qat. an, diverse Problemata.
Publikationen
Horah Gavär [Hiob 3,3] zum Talmudtraktat Horayoth, 1802, 47 Bl
Halachische Korrespondenz mit dem Fürther Oberrb. M. S. Kohn in dessen Bigde Kehunnah, 1807, Bl. 40r
Ma‘aœäh Rav, diverse Glossen zum Talmud, hrsg. aus dem Nachlaß von seinem Schwager Juda Klinburg, 1823; in der Prager Talmudausgabe von 1844 übernommen; dort auch sein Index Œedeh S. ufim zum Kommentar des Ascher ben Jechiel
Haggahoth, Marginalia zur Mischna, zuerst in der Ausgabe Prag 1825-1830, übernommen in die meisten späteren Ausgg
S. iyyunim wethiqqunim zum Talmud, in der Ausg. Prag 1834 u. ö
Pith. e Niddah zu Niddah, hrsg. Mossad Harav Kook, Jerusalem 1957
Frage über ein Problem im Magen ’Avraham bei Hamburger, Ša‘ar ha- Zeqenim, Bd. II, Bl. 92r
Fragen an Moses Sofer in dessen Responsen, OH Nr. 141, YD Nr. 1, 309; Bd. VI Nr. 91
Drei Approbationen, datiert Prag 1804-1820; Löwenstein, Index, S. 167. Werkausgabe. ŠUTh Responsenedition von Joseph Buchsbaum, Jerusalem 1980
Homilien und halachische Abhandlungen hrsg. v. Zwi Yehoshua Litner in Moriyyah 13, 3-4 (1983/84), 28-45. Weitere Bände geplant am Mechon Yerušalayim in Jerusalem; siehe Moriyyah XXI,3-4 (1996/ 97), S. 27.
Epigraphik
Lieben, „Erster Wolschaner Friedhof“, S. 20: „Riesenhaft gelehrt, den Heroën der Textkritik Elias Wilna und Jesaias Berlin Pick anzureihen“. Gibt als Geburtsjahr 1760 an.
Literatur
Trauergedichte E. Altschul, Qinnah, 1820; Abraham Herschl, ’Eväl Kaved, 1820
Fürst, Bibl. Jud., Bd. III, S. 129
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 799
Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 191
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 759
Kisch in MGWJ Bd. 45, S. 220
JE X 468, mit Geburtsjahr 1760
Wininger V 129
Abr. Stern, Tischri-Marcheschwan S. 64
Vìstník židovských náboženských obcí v Československu, 1956, 12.2
Hallah. mi, H. achme Yiœra’el, S. 228, als Bezalel Regensburg
EJ eng. XIII 1546
Joseph Buchsbaum, „Ha-ga’on R. Bes. al’el Ranšburg Z.S. . L.“, Moriyyah IX,5-6 (1979/80), S. 89-97; IX,7-8, S. 80-89; IX,9-10, S. 83-91
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 139f, Nr. 1429
Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 100f
Wlaschek teilt auch ihn in zwei Personen, siehe Bohemia, S. 173 s. v. „Ranschburg, Bezahlel ben Joel“, und S. 179 s. v. „Rosenbaum, Daniel“
HÖAAJH, Bd. II, Nr. 8352
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 46, 87, 109, 120, 122, 126, 258, 271, 360.