Sohn des in Breslau niedergelassenen Partikuliers Samuel Joachim R.
Talmudstudium und Privatunterricht in den Schulfächern, als Hörer ohne Reifezeugnis am 1. Juli 1844 imm. Breslau extra ordinem, um 1850 Prediger in Piła (Schneidemühl), Prov. Posen, gegen den Widerstand des Ortsrb. Nathan Scheie, 13. Nov. 1852 prom. Leipzig. 1852 Prediger in Nordhausen, Preuß.-Sachsen, 1856 Rb. in Jelenia Góra (Hirschberg), Niederschlesien, 1860 befristetete Anstellung als Prediger in Worms neben dem Rabbiner Koppel Bamberger, nach dessen Tod 1864 nicht zur Bewerbung um das Rt. zugelassen. Seine Frau war die aus Kobylin stammende Schriftstellerin Ulrike Klausner (1836-1920, Pseudonym „U. Rosen“).
Dissertation
Zur Erklärung des Hohen Liedes, Diss. Leipzig 1852.
Dokumente
AU Wrocław, F 437, S. 16, Matrikeleintrag, danach war er Schlesier; Studentenregister F 457: Wegen Abwesenheit am 2. März 1850 aus der Matrikel gestrichen, erhielt er am 3. Feb. 1851 ein reguläres Abgangszeugnis
UA Leipzig, Pro-Cancellar-Buch der Philosophischen Fakultät, B 128a, S. 180, Promotionseintrag
CAHJP Jerusalem, D/Ba17a/37 vom 17. Feb. 1863, Bewerbung in Bamberg; Gutachten von J. Aub am 26. März. 1863: „Rosenfeld in Worms hat ein hübsches Organ zum Sprechen, aber besitzt sehr wenig Wissen und ist ein kränklicher Mensch. In Worms ist er ohne Ansehen“.
Publikationen
“Erkenne Gott“ [Ex 6,1-2]. Predigt gehalten am Sabbat Waëra in der Synagoge zu Nordhausen, 1856.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 33
Rothschild, Beamte, S. 31f
Heppner und Herzberg, S. 1022: „Zu seinen Lehrern gehörten Gustav Freytag u. Hoffmann v. Fallersleben, u. sein Vater Sam. Joach. R. war ein Freund von Matthias Claudius (Wandsbecker Bote). Dr. R. dichtete in franz., deutsch. u. hebr. Sprache“