Sohn eines Schächters, 1833 Abitur in Ansbach, 1833/34 Univ. München, zwei Jahre Studium, ordiniert von Hayum Elkan Selz (Rb. in Ühlfeld), Nov. 1835 Staatsprüfung in München mit Note 2+ (als Primus von 5 Kandidaten), 25. Mz. 1838 Unterzeichner der Münchner Petition von 17 stellungslosen Rabbinatskandidaten. 10. April 1843 Distriktsrb. in Welbhausen.
„Geschichtliche Uebersicht der inneren israelitischen Verhältnisse in Bayern“, IA 1839, S. 50-53, mit Kritik am Neologenreskript
„Homilie, gehalten in einer Privatandacht zu Frankfurt a. M. am Versöhnungstage 5598“, Synagoge II (1839), Heft 4
Antritts-Predigt, gehalten bei seiner Installation als Distriktsrabbiner zu Welbhausen, Fürth 1843, 24 S. [Expl. JNUL S61-B-1480].
Literatur
Meldung der Amtseinsetzung in AZJ 1843, S. 269, von Simeon Krämer: „Wir freuen uns, an Hrn. Dr. [!] Bierheim einen Rabbiner in unsrem Kreise mehr zu bekommen, der bei wissenschaftlicher Bildung und gediegnen theologischen Kenntnissen von jener affektirten Priesterlichkeit entfernt ist, die Alles neben sich im christkatholischen Sinne als Laie ansieht und behandelt“
Todesmeldung in AZJ 1844, S. 760; Orient 1844, S. 90.