Sohn des Schullehrers Abraham S. und der Eva Weil, SS 1842 imm. Tübingen, 8.-9. Mai 1846 württ. Staatsprüfung mit großem Lob der Kommission wegen seiner wissensch. Kenntnisse, doch alle Stellen sind besetzt, 1846-54 Privatlehrer bei dem Hof- und Kammer-Juwelier Biedermann in Wien, 1855 Rabbinatsverweser in Bad Mergentheim und Verehelichung mit Clara Mayer (1834-1874) aus Laupheim, 1857 zweite Dienstprüfung und definitive Anstellung als Bezirksrb. das.
29. Juni 1867 prom. Jena
Sept. 1867 Prediger am Hamburger Tempel.
Dissertation
Maleachi. Eine exegetische Studie über die Eigenthümlichkeiten seiner Redeweisen, Diss. Jena 1867, Druckausg. 87 S.
Dokumente
Rb. Abraham Wälder spielt offenbar auf ihn an, wenn er schreibt: „Die Unkenntniß mancher jungen Kandidaten mit den üblichen, auch noch erlaubten Ritualien hat den Rabbinen gegenüber von solchen Subjecten und den Gemeinden schon in manche Verlegenheit gesetzt“; CAHJP Jerusalem, „Laupheim“, D/La1/223, Denkschrift vom 25. Mai 1848
HStA Stuttgart E 201c, Büschel 41, vom 14. Dez 1857: württ. Oberkirchenbehörde über seine Person
StA Hamburg, Cl. VII, Lit. Lb, Nr. 18, Vol. 7b, Fasc. 4, Invol. 6, Bestätigung als Prediger beim Tempelverein, 1868.
Publikationen
„Eine Abhandlung über das Buch Qol Sachal des Jeh. Arje de Modena, ed. Reggio“, Wiener Mitteilungen, hrsg. M. Letteris, 1854, Nr. 17
„Über den Verfasser des polemischen Werkes Sefär ha-kelimah, Kelimath ha-Goyyim“, MGWJ 3 (1854), S. 320-327
„Über die Aussprache und Bedeutung des Namens T. RWPYYT“, MGWJ 5 (1856), S. 197-202, Nachträge in Steinschneider, HB VIII 126
Rede am Grabe der Frau Jetti Adler, Bad Mergentheim 1863
Beiträge zur Grammatik Ma‘aœeh ’Efod von Prophiat Duran, Wien 1865
Festrede zur fünfzigjährigen Jubelfeier des Isr. Tempelverbandes, Hamburg 1868
Rede am außerordentlichen Bettage dem 27. Juli 1870 gehalten im isr. Tempel zu Hamburg, 1870
Worte am Grabe seiner Frau Clara geb. Meyer, Laupheim 1874
Rede am Sarge der frühvollendeten Betti S. Hamburg, 1878.
Literatur
Orient 1846, S. 184
Lippe 1879/81, S. 418, danach geb. am 9. Juli 1821
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 748, 821, danach gest. 28. April 1882
Tänzer, Württemberg, S. 74
Rolf Emmerich, „Rabbiner Dr. Max Sänger aus Laupheim“, Maajan: Zeitschrift für jüdische Familienforschung 16 (2002), Nr. 63, S. 2012-2016