Sohn des David S. und der Ettel Gottschalk, Schüler von Jakob Ettlinger und Löb Bodenheimer in Karlsruhe, folgt ersterem nach Mannheim, dann 1836 als Talmudlehrer nach Altona. „Rabbi Götsch“ zeichnete sich „durch asketische Frömmigkeit und talmudische Gelehrsamkeit“ aus (AZJ 1845, S. 626). Nach Ordination durch Ettlinger 1845 Klausrabb. in Hamburg
weiht 1849 das neue Gebäude in der Peterstraße ein. Nach dem Tod Anschel Sterns zeitweise Rabbinatsverweser in Hamburg. Vater des orthod. Rb. Moses S. (1865[1856?]-1946).
Dokumente
CAHJP Jerusalem, AHW 551, Klausakten vom 5. Okt. 1845: Es „hat den Klausrabbiner Götz Schlesinger das harte Unglück betroffen, daß bei seiner unverheirateten Tochter eine solche Geisteszerrüttung eintrat, daß er sich nach Anrathen der Aerzte genöthigt sah, sie einer auswärtigen Irrenanstalt zu übergeben“.
Publikationen
„Be‘inyan mis. woth s. erichin kawwanah“, Šomer S. iyyon ha-Nä’äman, S. 215.
Literatur
Lippe 1879/81, S. 429, „Schlesinger, S.“
Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 139, hebr. S. 144- 146, dt. S. 51