BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SCHÜLER, Israel-Eisle

  • Geb. in Autenhausen im Landgericht Dambach
  • Sohn des Michael S., Anfang 1828 zum Talmudstudium bei Wolf Hamburger in Fürth als einer von dessen letzten Studenten, die nach dem Verbot der Schule den Unterricht an der Klaus heimlich betreiben, bis auf Weisung der Reformer im August 1830 die Polizei gegen den Lernkreis einschreitet. Später „Schiur-Rabbi“ in Haßfurt am Main und Leiter einer kleinen Talmudschule
  • 1856 für ein Jahr Lehrer an der Präparandenschule von Lazarus Ottensoser in Höchberg bei Würzburg. K. Kohler zählte um 1853-57 zu seinen Schülern. Die Verwaltung des Haßfurter Rts. geht 1861 auf Sal. Bamberger über, einen Sohn des „Würzburger Raw“. Der Anfang des 20. Jhs. im Elsaß wirkende Rb. Dr. Salomon H. Schüler, Sohn des Samuel Sch., war 1870 in Haßfurt geboren.

Dokumente

  • StadtA Fürth, Fach 29, Nr. 6, Bl. 28, „Verzeichniss der saemtlich dahier befindlichen Thalmudstudenten“, 12. August 1830.

Literatur

  • Nathan Eschwege, Leben und Wirken des Rabbiners Lazarus Ottensooser, Höchberg 1895, S. 15
  • Kohler, „Reminiscences of my early life“, S. 471f. „A fine type of a modest old-time scholar, he lived on the so-called Shiurim, donations sent to him by generous friends, especially from America, as compensation for Torah lessons in memory of departed relatives“
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 522.