Geb. 1762 in Skwierzyna (Schwerin an der Warthe), Großpolen,
Gest. 15. Jan. 1852 in Baja, Ungarn
Sohn des Samuel Hakohen, von vermögenden Eltern
als 12jähriger zur Jeschiwa des Oberrb. Josef in Posen, mit 14 J. zu Oberrb. Meyer Barby nach Preßburg, bei dem er sieben Jahre lang als dessen Meisterschüler studiert
ca. 1783 Talmudlehrer im Haus des M. L. Wehli in Prag, hält Lehrvorträge an der Prager Jeschiwa, denen Bezalel Ronsburg beiwohnt. Privat beschäftigt er sich auch mit Französisch, Arithmetik, Algebra u. a. Auf Empfehlung des Rb. Eleasar Löw wird er 1796 Schwiegersohn des Magnaten Meyer Löb Müller in Baja, er sammelt in dessen Haus einen Schülerkreis um sich
1812 Rb. in Subotica (Szabadka), Woiwodina, 1815 Rb. in Baja, wo der amtiertende Rb. Meir Asch aus Eisenstadt freiwillig zu seinen Gunsten verzichtet. 1844 Teilnehmer der ung. Rb.-Versammlung.
Publikationen
Halachische Korrespondenz mit Moses Sofer; siehe dessen Responsen YD Nr. 206, 313; Bd. VI Nr. 50; Ergänzungsband Nr. 53.
Bildmaterialien
Bildnis in Allgemeine Illustrirte Judenzeitung 1860, S. 129.
Literatur
Allgemeine Illustrirte Judenzeitung 1860, S. 133, 139
S. Kohn, Schwerin Götz, élet- és korrajz, 1898
JE XI 121, Lebensdaten hiernach 1760-1845
Schwartz, Šem ha-Gedolim me’Äräs. Hagar, Bd. I, S. 45
Wachstein, Mafteah. ha-häspedim, I, S. 9
EJ dt. III 984
Ujvári, Magyar zsidó lexikon, S. 779
EJ eng. XIV 1032f, mit Bildnis
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 34, Nr. 902