Geb. 30. Mai 1802 in Harburg, Ftm. Öttingen-Wallerstein,
Gest. 31. Okt. 1876 in Ühlfeld, Mittelfranken
Viertes Kind des Abraham b. Jakob Levi Selz und der Gela Wassermann, Schüler von Wolf Hamburger an der Fürther Jeschiwa
mit einem Zeugnis des Rektorats Zweibrücken („vorzüglich befähiget“) WS 1823 imm. als Orientalist in Würzburg, 9. Okt. 1828 Staatsprüfung in Speyer mit der Note 3-4 („Weiß ziemlich viel, ist aber in Gedanken u. noch mehr im Ausdrucke überspannt“), 1830 Distriktsrb. in Ühlfeld
Heirat mit Fanni Halberstädter (1804-1874), Tochter des Fürther Rb. Juda-Löb H.
Dokumente
ARS Würzburg Nr. 1645 über die in Würzburg belegten Kollegien
CAHJP Jerusalem, D/ Wu1/2, Bd. II, S. 34, vom 24. Aug. 1827, Abr. Bings Nominierung von zwölf jüdischen Theologiestudenten für das Stipendium des Salomon Hirsch nennt auf Platz 7 „Hayum Selz“ und auf Platz 10 „Elkan Selz“
LA Speyer, Best. H3, Nr. 8133, Bd. II, fol. 27, 30-33, Prüfungsakten vom 22. Nov. 1828
CAHJP Jerusalem, „Fürth“, provis. Nr. 180, vom 24. Okt. 1830, Bewerbung um das Oberrt. in Fürth
Ebd., provis. Nr. 385, vom 24. Febr. 1834, von dem Religionslehrer Samuel Meier Ehrlich im Sept. 1833 gegen ihn erhobene Beschwerde; S. klagt: „Ueberhaupt gefällt sich jener Pädagog [...] in einer Art von Opposition gegen die wissenschaftlich gebildeten Rabbiner“
StA Nürnberg Rep. 212/11 [Bezirksamt Neustadt a. d. Aisch] Nr. 435 Polizeiliche Untersuchung gegen den Handelsmann Salomon Schwab wegen Verletzung der Synagogenordnung und ungebührl. Benehmens gegen den Rabbiner Heinrich Selz, 1843
Ebd., RA 1932 Titel „Judensachen“, Nr. 166 Rabbinat zu Ühlfeld, 2 Bde., 1835-1861
CAHJP Jerusalem, N29, Nr. 1 Auflösung des Rabbinats Ühlfeld, 1877.
Manuskripte
Nachlaßreste CAHJP Jerusalem, N29, Nr. 20 H. idduše Halachah ex libris Selz; Nr. 78 Hebr. Rabbinatsakten von Selz, 1830-55.
Epigraphik
Gräber von Fanni und Chaim Selz auf dem jüd. Friedhof von Ühlfeld; Photographien bei Joh. Fleischmann (Hrsg.), Mesusa 3 (2002), S. 224-227, Abb. 58f.
Literatur
WZJT 3, 1837, S. 126, über seine Teilnahme an der Kreissynode von 1836
AZJ 1837, S. 320, „der gutmüthige Herr Rabbiner Selz“ hielt zu Abschluß der Synode eine ergreifende Rede
AZJ 1851, S. 499, er wirke „segensreich und allgeliebt“
PK Bavaria, S. 264
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 496, hier fälschlich Elkan Selz.