Geb. ca. 1755 in Kleinerdlingen bei Nördlingen im Fsm. Öttingen,
Gest. 8. Feb. 1838 das
Sohn des Salomon S., ausgebildet in Fürth und Ansbach
ordiniert 16. Dez. 1791 von Landesrb. Jak. Katzenellenbogen in Öttingen, seit ca. 1800 Ortsrb. in Kleinerdlingen, von der fürstl. Regierung bestätigt. Der Autorität des Landesrb. in Öttingen bleibt er bis zur bayerischen Annexion des Fürstentums (1806) unterworfen, seit 1809 ist er auch für die Gemeinde in Wallerstein zuständig. Am 8. Aug. 1826 wird er „wegen seines hohen Alters“ von der gesetzlichen Rabbinerprüfung befreit und zum Distriktsrb. ernannt. Seine Witwe war Hanna (1770-1853).
Dokumente
StA Augsburg, Reg. 11.866, Personalakte, darin u. a. sein Gesuch vom 2. Febr. 1826 um Dispens von der Prüfung; er gibt hier sein Alter mit 72 an
CJA Berlin, 75 A Ha 10 Nr. 3, fol. 1- 2, 45-46 mit Aufnahmevertrag vom 16. Juni 1834 als Rb. in Harburg; Widerstand der Harburger, die einen eigenen Rabbiner wünschen; Prozeß vor dem Gericht Kleinerdlingen
StA Augsburg, Isr. Standesregister Schwaben, Nr. 27, Sterbeeintrag; danach starb er als Achtzigjähriger an Altersschwäche.
Literatur
Als Baruch Arie Steppacher in Weinberg, Memorbücher, S. 89.