BHR Biographisches Portal der Rabbiner

STÖSSEL, Michael H.

  • Gest. 5. Okt. 1879 in Rousínov (Neuraußnitz), Mähren
  • Nach Wahlintrige gegen den Schwiegersohn des Landesrabbiners 20. Okt. 1839 Rb. in Rousínov, auch als Religionslehrer von den ersten Juden in Brünn angestellt.

Dokumente

  • ZA Brünn, B14, M603, Wahlkonflikt von 1839.

Manuskripte

  • Gutachten über Volksschulunterricht vom 27. Juli 1864, in ÖStA/AVAWien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5.

Publikationen

  • Plan zur Gründung eines jüdischen Lehrerseminars für Mähren; „Zur Verwendung des mährisch-jüdischen Landesmassa-Fonds“, Neuzeit 1863, S. 317f, 339f; „Aus dem Museum in Brünn“, Ben-Chananja 1865, S. 601-603
  • Über Tycho Brahe in Notizenblatt der historisch-statistischen Section 9, 1865, S. 68f
  • „Die Sabbath-Tischlieder der Israeliten“, Abendland 1866, S. 121-123.

Literatur

  • IA 1840, S. 133f „Rabbinerkrise“ in Rousínov
  • ZRIJ 1844, S. 341: „Rausnitz hat einen gebildeten und sehr fleißigen Rabbinen, Hr. Mich. Stößel, der aber bei der fast lethargischen Gleichgültigkeit seiner Gemeinde für alles religiöse Interesse weder auf den Gottesdienst noch auf die Jugenderziehung nach dem Maße seiner Kräfte einwirken kann“
  • Neuzeit 1863, S. 365, über seine Verdienste um den relig. Jugendunterricht in Brünn
  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 407.