BHR Biographisches Portal der Rabbiner

TRAUB, Löw

  • Geb. in Burgpreppach, Unterfranken,
  • Gest. 1878 in Burgkunstadt, Oberfranken
  • Sohn des Händlers Salomon T. und der Fradel Rosenbusch, Schullehrerprüfung und Gymnasium in Augsburg, daselbst von der Regierung als Religionslehrer für die isr. Schüler des Gymnasiums St. Anna angestellt, 1837 in München Hofmeister bei Baron Josef von Hirsch, 3. Apr. 1838 Staatsprüfung in München mit Note 1, am 28. Okt. 1840 ordiniert von dem Münchner Rabbiner Hirsch Aub. Sept. 1845 Distriktsrb. in Burgkunstadt, nachdem er am 16. Dez. 1844 mit 118 von 123 Stimmen gewählt wurde. Bei einem Gehalt von anfangs 400 fl. hatte er alle 14 Tage zu predigen, und zwar abwechselnd in Burg- und Altenkunstadt. Mit der Regierungsentschließung vom 27. März 1862 wurde ihm auch der vormalige Sprengel Redwitz unterstellt
  • insgesamt war er zuständig für 167 jüdische Familien in den Gemeinden Burg- und Altenkunstadt (69 bzw. 33), Lichtenfels (19), Redwitz (10), Oberlangenstadt u. Küps (15), Kronach (11), Fassoldshof (5), Friesen (3), Maineck, Mitwitz (je 1).

Dokumente

  • StAWürzburg, Jüdische Standesregister Nr. 15; das 1811 beginnende Register verzeichnet den Tod des Vaters (1762-1828) und der Mutter (1781-1834), aber abscheinend nicht T.s Geburt
  • CAHJP Jerusalem, D/DR1/11, über seine amtlichen Verhältnisse
  • Ebd., D/DR1/12, mit Bewerbung vom 1. Sept. 1844; „Suplic nebst Zeugnissen des Rabbinats-Candidaten Traub aus Burgpreppach“
  • Ebd., D/Ba17a/37 vom 21. Mai 1862 und 4. Feb. 1863 Bewerbung in Bamberg; er will die beiden Bezirke gleichzeitig betreuen, „da ich durch die Eisenbahnverbindung in der Lage bin, jedem Rufe zu einer Rabbinerfunktion in kürzester Zeit folgen zu können“.

Publikationen

  • Palästina, oder alte Geographie des heiligen Landes für israelit. Schulen und gebildete Bibelleser, Augsburg 1836
  • „Einleitung in die zwölf kleine Propheten“, Die Synagoge 2 (1839), Heft 1.

Literatur

  • Orient 1845, S. 128, über seine Anstellung
  • AZJ 1860, S. 360, bzgl. Vortrag über den Sefär ha-H. innuch
  • Lippe 1879/81, S. 501
  • PK Bavaria, S. 221, nennt ihn „Dr. Traub“
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 496, 610.