Sohn des rb. Gelehrten Abraham B., Jeschiwaleiter in Prag, seit ca. 1800 ehrenamtlicher Examinator des Armenkinderlehrhauses. Bewirbt sich schon 1801 um einen Sitz im Prager Bet-Din, erst 24. Aug. 1829 bestätigt als dritter Oberjurist, nachdem er ein philosophisches Examen ablegt. Seine Frau war Eva (1764-1842).
Dokumente
SÚA Prag, ČG Camerale, oddìlení 1826-1835, svazek 13/9, mit Bewerbung um die Oberjuristenstelle vom 19. August 1828. Im Laufe seiner talmudischen Lehrtätigkeit habe er „Individuen selbst gebildet, die theils Local-, theils Kreisrabiner sind, als den Herrn Oberrabiner der könig. sächsischen Hauptstadt Dresden [d. i. Zacharias Frankel], und den prachiner Kreisrabiner“. Er sei zwar schon 66 Jahre alt, „aber doch sehr rüstig und bei den besten Sinnen“. LIT: EJ eng. IV 1202
HÖAAJH, Bd. I, S. 147, Nr. 1137, mit Sterbedatum 23. März 1831.
Publikationen
Hrsg. des Zära‘ ’Avraham seines Vaters (Prag 1808-1828) mit eigenem Kommentar Torath Neh. ämyah zu Baba Mezia.