BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WILLSTÄTTER, Ephraim

  • Geb. 20. Nov. 1810 in Karlsruhe,
  • Gest. 19. Mai 1862 in Gailingen
  • Sohn des Benjamin W., 20. Sept. 1827 bis 16. Mai 1828 Talmudstudium an der Jeschiwa von Jakob Ettlinger in Mannheim, 6. Mai 1830 imm. als Orientalist in Würzburg und vier Semester Studium
  • lebt sodann in Bruchsal. 13. Okt. 1834 neue Niederlassung in Mannheim. 1. Dez. 1837 zum Rabbinatsverweser in Bühl und 5. Mz. 1839 das. zum Bezirksrb. ernannt, verlegt ca. 1850 den Amtssitz nach Rastatt und betreut auch die jüdischen Soldaten der dortigen Garnison
  • 1855 Bezirksrb. in Gailingen, Südbaden.

Dokumente

  • GLA Karlsruhe, 390/2008, Geburtsregister
  • UB Würzburg, M. ch. f. m. 2, Bd. II, Bl. 414r Matrikeleintrag, auch bei Merkle, Würzburg, S. 1010
  • RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Häuser F4,8; G4,1; F5,24; E3,14 (als „Rab. Candidat“; kein Auszugsdatum verzeichnet)
  • GLA Karlsruhe, 371 Zug. 1911/118, 15-16 (Bezirksrabbinat Bühl), Korrespondenz in Gehaltsfragen
  • Ebd., 359 Zug. 1941/30, Nr. 107, desgleichen aus Gailingen; zitiert von Gisela Roming in Monika Richarz und Reinhard Rürup (Hrsg.), Juden auf dem Lande, Tübingen 1997, S. 269. Der Stadtmensch W. klagt, daß er „seit seiner unfreiwilligen Versetzung hierher das Unglück hat, auf einem Dorfe leben zu müssen“; die Lebensumstände ließen ihn „ganz vertrauern, verbauern und versauern“.

Publikationen

  • Allgemeine Geschichte des isr. Volkes von der Entstehung desselben bis auf unsere Zeit, Lehrbuch, Karlsruhe 1836, 221 S.

Epigraphik

  • Grabstein, siehe Bar-Giora Bamberger, Gailingen, Bd. I, S. 129.

Literatur

  • AZJ 1862, S. 378, Beisetzung im Beisein von Rb. M. Kayserling aus Endingen, Schweiz
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 853
  • PK Baden-Württemberg, S. 265 (hier Verwechslung mit Elias W.), 285
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 352.