Sohn des Benjamin W., 20. Sept. 1827 bis 16. Mai 1828 Talmudstudium an der Jeschiwa von Jakob Ettlinger in Mannheim, 6. Mai 1830 imm. als Orientalist in Würzburg und vier Semester Studium
lebt sodann in Bruchsal. 13. Okt. 1834 neue Niederlassung in Mannheim. 1. Dez. 1837 zum Rabbinatsverweser in Bühl und 5. Mz. 1839 das. zum Bezirksrb. ernannt, verlegt ca. 1850 den Amtssitz nach Rastatt und betreut auch die jüdischen Soldaten der dortigen Garnison
1855 Bezirksrb. in Gailingen, Südbaden.
Dokumente
GLA Karlsruhe, 390/2008, Geburtsregister
UB Würzburg, M. ch. f. m. 2, Bd. II, Bl. 414r Matrikeleintrag, auch bei Merkle, Würzburg, S. 1010
RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Häuser F4,8; G4,1; F5,24; E3,14 (als „Rab. Candidat“; kein Auszugsdatum verzeichnet)
Ebd., 359 Zug. 1941/30, Nr. 107, desgleichen aus Gailingen; zitiert von Gisela Roming in Monika Richarz und Reinhard Rürup (Hrsg.), Juden auf dem Lande, Tübingen 1997, S. 269. Der Stadtmensch W. klagt, daß er „seit seiner unfreiwilligen Versetzung hierher das Unglück hat, auf einem Dorfe leben zu müssen“; die Lebensumstände ließen ihn „ganz vertrauern, verbauern und versauern“.
Publikationen
Allgemeine Geschichte des isr. Volkes von der Entstehung desselben bis auf unsere Zeit, Lehrbuch, Karlsruhe 1836, 221 S.
Epigraphik
Grabstein, siehe Bar-Giora Bamberger, Gailingen, Bd. I, S. 129.
Literatur
AZJ 1862, S. 378, Beisetzung im Beisein von Rb. M. Kayserling aus Endingen, Schweiz
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 853
PK Baden-Württemberg, S. 265 (hier Verwechslung mit Elias W.), 285