Geb. 10. Juni 1820 in Kutuzovo (Neustadt-Schirwindt), Russ.- Polen nahe der ostpreußischen Grenze,
Gest. 31. Dez. 1898 in Hamburg
Mitschüler von Israel Salanter bei dessen Vater Moses Salanter, 1838 als Achtzehnjähriger ordiniert von Rb. Zwi Broda
im selben Jahr eingesetzt als Rb. in Klaipeda (Memel), Ostpreußen, wo er 44 Jahre lang wirkt. Seine Zivilgerichtsbarkeit wird von den Juden (und wie es heißt, auch von Nichtjuden) freiwillig in Anspruch genommen
er gründet am Ort einen Talmudverein und hält eine Jeschiwa, die von russischen Juden besucht wird. 1881 Stiftsrb. der Löb Schaul-Klaus in Hamburg. Wirkt auch als Dajan im Bet-Din von Oberrb. Stern, was aufgrund der Statuten des Lehrhauses Debatten aufwirft.
Literatur
Nachruf in Ah. i’asaf 7 (1899-1900), unpaginiert
Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 136, hebr. S. 139f, dt. S. 49.