BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WOLFF, Moritz, Dr.

  • Geb. 1824 in Miêdzyrzecz (Meseritz), Prov. Posen,
  • Gest. 19. März 1904 in Göteborg, Schweden
  • Sohn des Rb. Löbusch W., 4. Dez. 1844 imm. Berlin, zeitweilig Studium in Leipzig, 1848 Promotion
  • als „Rabbinatscandidat in Meseritz“ Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1848, Nr. 263
  • 1849, S. 382). 1849 Rb. u. Prediger in Chełmno (Kulm), 1857 Rb. in Göteborg. Eingeschrieben für die liberale Kasseler Rb.-Versammlung von 1868. 20. Okt. 1899 in den Ruhestand.

Dissertation

  • El Senusi’s Begriffsentwickelung des muhamedanischen Glaubensbekenntnisses, arab./dt., Leipzig 1848, 22 S.

Publikationen

  • Die philonische Philosophie in ihren Hauptmomenten dargestellt, 1849; 2. Aufl. Göteborg 1858, 62 S
  • Mitarbeiter der Zschr. Der Orient (1850)
  • Mose b. Maimuni’s Acht Capitel, arab./ dt., Leipzig 1863, 110 S
  • Gutachten ausländischer Rabbinen, S. 26, gegen die ungarische Trennungsorthodoxie
  • Mohammedanische Eschatologie. Nach der Leipziger und Dresdener Handschrift, arab./dt., Leipzig, 1872
  • Filos etik i sina hufvudpunkter framstäld, Göteborg 1879, 44 S
  • „Bemerkungen zu dem Wortlaute der Emunot Wedeot von R. Saadia Gaon“, Magazin für die Wissenschaft des Judenthums, hrsg. Abr. Berliner, Jahrg. VII (1880), Heft 2, S. 73-100
  • Bidrag till filosofiens historia med hänsyn till den judiska religionsfilosofien, Stockholm 1882, 144 S
  • Zur Charakteristik der Bibelexegese Saadia Alfajjumis, 1884-85
  • Beiträge zu wiss. Zeitschriften.

Literatur

  • AZJ 1849, S. 427f, Ankunft als Nachf. von H. Jolowicz
  • AZJ 1850, S. 685f; 1851, S. 151f
  • AZJ 1868, S. 606, „Rabbiner Dr. Duff in Gothenburg“ auf der Liste des jüd. Central-Unterstützungs- Comité für Ostpreußen ist vermutlich Lesefehler
  • AZJ 1868, S. 612
  • Lippe 1879/81, S. 547f
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 841
  • Jewish Chronicle vom 19. Okt. 1899
  • AZJ 1899, Nr. 45, Gemeindebote, S. 4, zitiert aus dem Dankesschreiben des Gemeindevorstands zu seiner Emeritierung: „Aus fremdem Lande hierher gezogen, dauerte es nicht lange, bis er die ganze Liebe seines warmen Herzens auf das neue Vaterland übertrug“; der Korrespondent schließt: „Er ist ein Seelsorger im wahren Sinne des Wortes gewesen, dabei ein kenntnißreicher Gelehrter, der still und emsig für sich arbeitete, ohne häufig an die Öffentlichkeit zu treten, ein reiner und guter Mensch [...] Er genießt das Glück einer schönen Häuslichkeit, die seine Gattin ihm bereitet“
  • JE XII 553
  • Wininger VI 315
  • A. de Bubernatis, Dictionnaire international des écrivains du jour, Bd. III, 1938.