Sohn des Kaufmanns und rb. Gelehrten Meyer W. und Bruder des Rb. Emanuel W., wegen Verarmung seiner Familie kommt er 1841 nach Breslau und lebt dort von Wohltätigkeit, Privatunterricht in den Schulfächern, als Hörer ohne Reifezeugnis am 14. Juni 1847 imm. Breslau, 1852 rb. Ordination und „examen pro rectoratu“. 1854 Rb. in Pyrzyce (Pyritz), Pommern
1. Juli 1856 prom. Jena. 1862 Rb. in Lubliniec (Lublinitz), Oberschlesien
1864 legt er das Amt nieder und läßt sich bei seinem Bruder in Rakoniewice (Rackwitz), Prov. Posen, nieder. 1866 bis etwa 1870 Rb. in Miêdzyrzecz (Meseritz), Prov. Posen.
Dissertation
Versuch eines nach den Quellen zu bearbeitenden talmudisch-rabbinisch-deutschen Realwörterbuches, Diss. Jena 1856.
Dokumente
AU Wrocław, F 437, S. 20, mit Matrikeleintrag; F 458 Studentenregister
UA Jena, M 350, Bl. 162-174, 257, 259f, Promotionsakten, mit Diss. (95 S.) und Vita; alle Schreiben sind aus Koœcian (Kosten), Prov. Posen, abgesendet
CJA Berlin, 75 A Py 1 Nr. 25, Personalakte aus Pyrzyce. Bl. 47 Bewerbung vom 25. Mai 1854; Bl. 53f Vertrag vom 20. Juni 1854; fol. 172 Amtsniederlegung zum 1. Okt. 1862 (Michaelis)
Ebd., 75 A Ste 3 Nr. 66, fol. 72 Bewerbung in Stettin vom 15. Nov. 1859; er hatte sich schon 1857 in Gorzów Wielkopolski (Landsberg a. d. Warthe; nur Anschreiben) und Göteborg beworben
Ebd., 75 A El 2 Nr. 4 auf der Bewerberliste in Elbląg (Elbing) von 1860; hier Verwechslung mit M. A. Wreschner
CJA Berlin, 75 A Sta 2 Nr. 8 vol. II, Bewerbung in Stargard Szecziñski (Stargard in Pommern), vom 18. Febr. 1860; er bewarb sich ferner im Nov. 1862 in Mirosławiec (Märkisch-Friedland).