Sohn des Meier A. (1872-1943), Lehrer in Hattingen, später Konrektor in Dortmund. Vierjähriger Besuch der israelitischen Volksschule, seit Ostern 1913 des Realgymnasiums in Hattingen. Mitglied des Jung-Jüdischen Wanderbunds
20. März 1922 Abitur. 1922-1925 in einem Bankhaus in Essen angestellt
1925-1928 Univ. Berlin und HWJ
Mitglied im Akademischen jüdischen Geschichtsverein, Hilfsprediger in Berlin. 1928-1929 Univ. Gießen
13. Sept. 1930 erhielt er das Promotionsdiplom in Gießen bei Ernst L. von Aster
die Anregung zur Dissertation verdankte er Leo Baeck. 1932 Rabbinatsexamen an der HWJ
20. März 1932 Heirat mit Lotte Mayer aus Witten. April/Mai 1932 zweiter Rb. in Karlsruhe
ihm oblag besonders die Betreuung der Jugend. Juli 1934 Rb. in Nürnberg. 1938 Berufung zum Rb. der „Liberal Joodse Gemeente“ Den Haag
Übersiedlung nach Zwolle, von dort 1943 Deportation ins KZ Westerbork, Januar 1944 nach Bergen-Belsen.
Dissertation
Salomon Ludwig Steinheims ‚Offenbarung nach dem Lehrbegriff der Synagoge‘. Dargestellt und in ihren problem- und philosophiegeschichtlichen Zusammenhängen untersucht, Diss. Gießen 1930 (Berlin; auch „Die problemgeschichtlichen Zusammenhänge von S. L. Steinheims ‚Offenbarung nach dem Lehrbegriff der Synagoge’“, MGWJ 74 [1930 H. 6, S. 437-457]).
Dokumente
UA Gießen Phil Prom Nr. 2374.
Publikationen
„Fragen des Religionsunterrichts”, JR 16.10.1936 (Nr. 83), S. 14
„Die ‚Awarjanim’. Eine Betrachtung zu den ersten Tagen des Jahres 5696“, Gemeindeblatt (Nürnberg-Fürth) 01.10.1935.
Bildmaterialien
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 1
PK Bavaria, S. 326.
Literatur
IFH 17.03.1932 (Nr. 11), S. 5
IFH 22.03.1934
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, S. 15f
Müller, Nürnberg, 1968, S. 268
PK Bavaria, S. 326
Ophir und Wiesemann, Bayern, 1979, S. 206
Heuer, Bibliographia 1, S. 8
Tetzlaff, Kurzbiographien, 1982, S. 7f
Gedenkbuch 1, S. 28
PK Baden-Württemberg, S. 452, 455
Walk, Kurzbiographien, S. 9
Rahe, 1998, S. 124f
Gedenkbuch 2006, S. 62
Thomas Weiß [anläßlich der Verlegung eines „Stolpersteins“ für A.], Stadtarchiv Hattingen 2006 (http://www.archiv.hattingen.de/ pdf/stadtgeschichte/stolperst_andorn-h.pdf, last visited 09.06.2009), mit Abbildungen.