BHR Biographisches Portal der Rabbiner

AUERBACH, Hirsch Benjamin

  • Geb. 20. Febr. 1901 in Leipzig,
  • Gest. 27. Jan. 1973 in Tel Aviv, Israel.
  • Sohn von Isaak Auerbach, Enkel von Sigmund Selig Aviëzri A.
  • Besuch des Domgymnasiums in Halberstadt. Nach dem Abitur widmete er eine Zeit allein dem Talmudstudium, war dann kaufmännisch fast neun Jahre für die Metallfirma Aron Hirsch im Ausland tätig. 1929-1933 RS Berlin und Univ. Berlin. Mitte 1933 zum Nachfolger seines 1932 verstorbenen Vaters gewählt
  • der Amtsantritt ließ ihn die Arbeit an seiner Dissertation abbrechen. Okt. 1933 bis 1938 Rb. und Leiter der jüdischen Schule „Hachscharath Zwi“ in Halberstadt
  • 1936 Bewerber in Altona
  • Nov. 1938 Verbringung ins KZ Buchenwald
  • Dez. 1938 Emigration nach Palästina
  • betätigte sich als Geschäftsmann und erteilte in der deutschen Immigrantengemeinde „Adat Shivat Tsion“ talmudischen Unterricht. Verh. mit Recha Meyer. Besuchte nach der Shoah als erstes Mitglied der ehemaligen Gemeinde Halberstadt, setzte sich u. a. für die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe ein und veranlaßte die Überführung des Gemeindearchivs und des Memorbuchs nach Jerusalem.

Dokumente

  • StA Hamburg, Bestand 741-4 (Fotoarchiv), Sa 1044: Jüd. Gemeinden 212, fol. 6-8a.

Publikationen

  • „Die Halberstädter Gemeinde 1844 bis zu ihrem Ende“, LBIB 10 (1967), S. 124-158, u. S. 309-335; auch separat Tel Aviv 1967/Jerusalem 1968
  • „Der Brand in der Synagoge zu Halberstadt im Jahre 1845“, ZGJ 6 (1969), S. 151-154
  • „Die Geschichte der alten Chewroth innerhalb der jüdischen Gemeinde in Halberstadt“, ZGJ 6 (1969), S. 19-31
  • „Halberstadt als Tagungsort jüdischer Verbände“, ZGJ 6 (1969), S. 155-158
  • „Die Halberstädter ‚Klaus’, 1844 bis zu ihrem Ende“, ZGJ 6 (1969), S. 11-18
  • „Rabbi Hirsch (Ben Rabbi Naftali Hirz) Bialeh, genannt Rabbi Hirsch Chaif. Rabbiner von Halberstadt von Adar 4478 (1718) bis 4. Tischri 5508 (1748)“, ZGJ 8 (1971), S. 133
  • Die Geschichte des Bundes gesetzestreuer jüdischer Gemeinden Deutschlands 1919-1938, Tel Aviv 1972
  • „Ein sonderbarer ‚Mi scheberach’. Ein kulturhistorisches Denkmal aus dem 17. Jahrhundert“, ZGJ 9 (1972), S. 147-152
  • „Die Geschichte der drei Synagogen in Halberstadt. Steine erzählen“, ZGJ 9 (1972), S. 152- 156
  • „Die Uranfänge der Firma ‚Hirsch, Kupfer- und Messingwerke A.G.’ Ein Beitrag zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte der Juden in Deutschland“, ZGJ 9 (1972), S. 65-70. Mitarbeiter von Hugo Golds Zeitschrift für die Geschichte der Juden (Tel Aviv 1964ff.).

Bildmaterialien

  • Hartmann, Halberstadt 1, 1988, S. 27, Bild 29
  • Hartmann, Halberstadt 5, 1994, S. 9.

Literatur

  • Israelit 05.01.1905 (Jg. 46, Nr. 2), S. 21
  • Israelit 19.10.1933 (Jg. 74, Nr. 42), S. 11
  • Siegfried M. Auerbach, The Auerbach Family, 1957, S. 69
  • H. B. Auerbach, „Die Halberstädter Gemeinde ...“, 1967, S. 323
  • Hartmann, Halberstadt 1, 1988, S. 18f (Auszüge aus Briefen von H. B. A.), 20, 29
  • Walk, Kurzbiographien, S. 14
  • Jütte, Emigration, 1991, S. 122
  • Hildesheimer, Rabbiner, 1993, S. 18f
  • Hildesheimer, RS, S. 20
  • Eliav/Hildesheimer, S. 56.