Geb. 1833 in Marisfeld bei Themar, Sachsen- Meiningen,
Gest. 16. Juni 1902 auf der Reise von Karlsbad (Karlovy Vary) nach Graudenz (Grudziądz).
Schulbesuch in Würzburg, 1863 Univ. Würzburg, 1866-1868 Univ. Berlin, am RS und 1866-1867 Hörer an der Veitel-Heine-Ephraim’schen Lehranstalt bei Rb. Rosenstein, 1867 Promotion „rite“ in Jena. 1867-1868 weitere Studien in Berlin
1. Sept. 1868 bis 1874 Prediger und Direktor der Religionsschule in Pleschen (Pleszew), Posen
1874-1900 zweiter Rb. der Caspar-Lachmannschen-Stiftung und Leiter der Religionsschule in Graudenz, Westpreußen. 1887 Bewerber in Beuthen, 1891 in Altona mit Referenzen von Hildesheimer in Berlin, Wolf Feilchenfeld in Posen und Rosenthal in Breslau
Ordination von Jacob Simcha Rehfisch in Kempen (Kêpno) und Israel Meir Freimann in Ostrowo (Ostrów Wielkopolski). Ab 1900 Leiter des Caspar-Lachmannschen Waisenhauses
Gelegenheitsprediger in Briesen (WąbrzeŸno). Mitglied im Deutschen Reichsverband jüdischer Religionslehrer, Mitglied im ADR. Anläßlich seiner Hochzeit im April 1870 ehrte ihn die Gemeinde mit einem silbernen Pokal, der die Inschrift trug „Die Gemeinde zu Pleschen ihrem Prediger und Lehrer“.
Dissertation
Leben und Wirken des Tanaiten Chija, Diss. Jena 1867 (Berlin).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 A Pl 1 Nr. 7, fol. 37; Nr. 160, fol. 14; Nr. 161, fol. 12-13, 44; Be 4 Nr. 40, fol. 41-42
StA Hamburg, Bestand 741-4 (Fotoarchiv), Sa 1043: Jüd. Gemeinden 210 Bd. 1, fol. 50-51a.
Publikationen
„Leben und Wirken des Tannaiten Chija“, MWJ 17 (1890), S. 28-49, 119-135.
Epigraphik
Bestattet auf dem Friedhof der Adass Jisroel, Berlin-Weissensee.