Sohn des „Sennheimer Raw“, Salomon B., und dessen Ehefrau Lea, geb. Adler
Enkel von Rabbi Seligmann-Bär B., dem „Würzburger Raw“, Bruder von Isaak und Naphtali B., Cousin von Dr. Simon Simcha B.
1892 Abitur am Gymnasium in Gebweiler, Oberelsaß
RS und Univ. Berlin, 11. Febr. 1896 Promotion in Heidelberg, 1896 Ordination. Rabbinatsassessor in Cernay (Sennheim), 1896 Rb. in Soultz-sous-Forêts (Sulz am Wald), Unterelsaß
1901-1936 Klausrabbiner an der Hamburger vereinigten Alten und Neuen Klaus, Rutschbahn 11
Vorsitzender des Hamburger Rabbinatsgerichts. Seit 1. Nov. 1898 verh. mit Lea Kahn, Tochter des Rb. Leo Kahn und der Sara, geb. Dukas, aus Wiesbaden
nach ihrem Tod 1914 schloß er am 30. Dez. 1914 eine zweite Ehe mit Malchen Katzenstein aus Kopenhagen. Mitglied im Verbandsausschuß des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins
tätig in dessen Kalenderkommission, Schulkommission und Kommission zur Vorbereitung des Judentages (1928/29)
tätig in der Verwaltung des Friedhofs Hamburg-Langenfelde, Försterweg. Schriftführer im Lokalkommitee Hamburg der Jüdisch-literarischen Gesellschaft, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für jüdische Volkskunde e. V., Mitglied im Arbeitsausschuß der Franz Rosenzweig Gedächtnis-Stiftung Hamburg (1932/35).
Dissertation
Maimonides’ Commentar zum Tractat ‚Challah’: zum ersten Male im arabischen Urtext herausgegeben, mit verbesserter hebräischer Übersetzung, deutscher Übersetzung, Einleitung und Anmerkungen versehen, Diss. Heidelberg 1896 (Berlin 1895).
Publikationen
Os. ar ha-tora we-ha-talmud. Bibel und Talmudschatz. Ein Buch für die ganze Familie von J. H. Kohn, achte Auflage neu bearbeitet und herausgegeben, Hamburg 1903 (rez. in Israelit 18.06.1903 [Jg. 44, Nr. 48], S. 1070-1072); 9. Aufl. 1910; 15. Aufl. 1936
Die Schöpfungsurkunde nach Darstellung des Midrasch nebst Vergleichung mit Septuaginta, Peschitta und Targum Jonathan, Mainz 1903 (rez. in Israelit 14.01.1904 [Jg. 45, Nr. 4], S. 77f.)
Geschichte der Rabbiner der Stadt und des Bezirkes Würzburg, 1905
Die fünf Bücher der Thora nebst den Haftaroth, Megilloth und sabbatlichen Gebeten mit deutscher Uebersetzung. Thora, Haftaroth und Megilloth nach der Uebersetzung von L. H. Löwenstein, Rödelheim 1907 (rez. in Israelit 28.03.1907 [Jg. 48, Nr. 13], S. 13: „Damit diese Ausgabe auch für die Schule Verwendung finden kann, ist durchgängig die neue Orthographie zur Anwendung gekommen, aber der verhältnismäßig hohe Preis wird hinderlich im Wege stehen.“)
Menorat ha-Ma’or. Der lichtspendende Leuchter von R. Isaak Aboab, bearbeitet und ins Deutsche übertragen, 1920
Qis. ur Šulchan ‘Aruch, ins Deutsche übertragen, 1925-1930 (rez. IFH 18.05.1926 u. von Bar Menachem, Israelit 02.08.1928 [Jg. 69, Nr. 31], S. 3)
„Der alte jüdische Friedhof zu Wandsbek“, Israelitischer Kalender für Schleswig Holstein für das Jahr der Welt 5687 (1926/27), S. 54-56
„Zum Geleit!“, Israelitischer Kalender für Schleswig Holstein für das Jahr der Welt 5689 (1928/29), S. 1-3
„Qol deme ah. echa. Die Stimme des Lebens deines Bruders und von dessen Nachkommen!“, Israelit 09.02.1928 (Jg. 69, Nr. 6), Beilage (Frankfurter Israelit), S. 4
„Be-rešit“, IFH 11.10.1928 (Nr. 41)
Die Sprüche Salomos“, Jahrbuch SH/Hansestädte 1 (1929/1930), S. 118-124
„Praktische Anregungen zur Heiligung des Sabbats“, Israelit 03.05.1929 (Jg. 70, Nr. 18), S. 1
„H. uqat u-Balaq“, IFH 11.07.1929 (Nr. 28)
Seder ha-hagada le-lel šimorim. Erzählung von dem Auszug Israels aus Ägypten für die beiden ersten Pessachabende, nach W. Heidenheim neu übersetzt, Frankfurt/M. 1933 (mehrere Auflagen in den 1930er Jahren)
Sidur sefat emet. Gebetbuch der Israeliten, 11. verbesserte und neu übersetzte Aufl. 1934
Raši ‘al ha-tora. Raschis Pentateuchkommentar. Vollständig ins Deutsche übertragen und mit einer Einleitung versehen, Frankfurt/M. 1935.