Gest. 21. Nov. 1852 in Heřmanùv Mìstec (Hermanmestetz), Ostböhmen
Erwarb sich als erster böhmischer Rb. die durch das Patent von 1797 verlangten Zeugnisse über das Studium der philosophischen Wissenschaften, Naturrecht und Ethik. 4. Aug. 1814 ernannt zum Kreisrb. des Czaslauer Kreises mit Sitz in Polná, Ostböhmen
am 8. Mai 1824 wird sein Sprengel um den Chrudimer Kreis erweitert. Dorthin verlegt er in der Folge seinen Sitz, und zwar nach Heřmanùv Mìstec, wo er die erste deutsche Schule der Gemeinde gründet (nach anderer Quelle könnte er um 1841 in „Petschkau“ residiert haben). Seine Frau Sara (1779-1852) starb wenige Tage nach ihm.
Dokumente
ÖStA/AVAWien, Alter Kultus, Israelitischer Kultus, Karton 4, vom 28. Nov. 1838: „Uebersicht der [...] in Böhmen angestellten Kreis-Rabiner“
SÚA Prag, HBMa 408, Sterbematrik.
Manuskripte
SÚA Prag, ČG Vš., oddìlení 1841-1855, svazek 18/3/4, Gutachten für die Instruktion der Kreis- und Ortsrb., datiert Petschkau 18. Mai 1841 und Hermanmiestetz 9. Oktober 1844, darin dringende Gesuche gegen das Vordringen der Ortsrb.
Literatur
Abendland 1864, S. 20; „ein hochgeachteter, durch talmudische Gelehrsamkeit, durch seine gediegenen homiletischen Vorträge, sowie als hebräischer Stylist rühmlichst bekannter Rabbi“; er habe in seiner Jeschiwa auch „in den deutschen Schriften älterer berühmter jüdischer Theologen“ gelesen
Liste bei F. Roubík, „Revision“, JGGJČSR 5 (1933), S. 417
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 172
Klenovský, Židovské mìsto v Polné, S. 11, danach wirkte er in Polná von 1815 bis 1846
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 303, 457, 534, 593.