Gest. 1. Mai 1928 in Oppeln (Opole), Oberschlesien.
Sohn des Lehrers Dr. Moses B. (1838-1913)
Studium an den Univn. Würzburg und Berlin, 1894-1900 und 1909-1911 RS Berlin. 1899 Promotion in Würzburg bei Oswald Külpe, 12. Nov. 1911 Rabbinerdiplom. 1900-1912 Rabbinatsassessor und Religionslehrer an der städtischen Realschule, am Gymnasium und der höheren Töchterschule in Kattowitz (Katowice), Oberschlesien
1903 Begründer des „Vereins für Jugendgottesdienst“ in Kattowitz. 1912 Rb. in Rybnik, 1916 Bewerber in Braunschweig, 1917/18-1928 Rb. in Oppeln. Mitglied im Hauptvorstand des CV und Vorsitzender des Landesverbandes Oberschlesien, Vorsitzender im Verband der Rabbiner Oberschlesiens. Verbandsleiter der jüdischen Literaturvereine Oberschlesiens, Mitglied und Präsident der Freiheit-Loge in Oppeln
Mitglied im Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden. 1927 im Ehrenausschuß der Wohlfahrts-Lotterie der „Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden“.
Dissertation
Die Lehre von der Aufmerksamkeit in der Psychologie des 18. Jahrhunderts, Diss. Würzburg 1899 (Leipzig).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 D Co 1 Nr. 9, fol. 7; Nr. 25, fol. 97; 75 A Ka 1 Nr. 33, fol. 1, 2, 4-5, 8, 18, 19-20, 27, 35, 36, 50-51, 60, 61, 62.
Publikationen
Rezension von Daniel Walter, Die althebräischen Inschriften vom Sinai und ihre historische Bedeutung, Leipzig 1924, in JZO 17.10.1925
„Oberschlesien“, Steininger, Fiche 055/21-22 (Zeitschrift und Datum unbekannt).
Epigraphik
Begraben auf dem jüdischen Friedhof in Groß-Strehlitz (Strzelce Opolskie).
Bildmaterialien
IFH 10.05.1928 (Nr. 19), S. 2
CVZ 11.05.1928 (Jg. 7, Nr. 19), S. 266
CVZ 20.03.1931 (Jg. 11, Nr. 12), S. 131.
Literatur
Israelit 31.07.1905 (Jg. 46, Nr. 61), S. 1310
Israelit 22.02.1912 (Jg. 53, Nr. 8), S. 8
Das Lehrerheim. Freie württembergische Lehrerzeitung 1912 (Nr. 15), S. 172
Alfred Steinert, Fest- und Gedenkschrift der Oppelner Synagogengemeinde zur Erinnerung an das fünfundzwanzigjährige Bestehen der neuen Synagoge, Oppeln 1922, S. 38f
Israelit 10.05.1928 (Jg. 69, Nr. 19), S. 5
CVZ 11.05.1928 (Jg. 7, Nr. 19), S. 266f., Dr. Lustig vom CV im Nachruf: „...stand er mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit, war er ein Mann der praktischen Arbeit, scheute er nicht den Kampf, auch nicht den politischen, wenn es zur Ehre des Judentums und zur Wahrung unserer Rechte erforderlich war“
JLZ 11.05.1928 (Jg. 8, Nr. 19), S. 4
UOBB, S. 349
CVZ 05.05.1938 (Jg. 17, Nr. 18), S. 18, zum 10. Todestag