Abkömmling einer Gelehrtenfamilie, die ihre Abstammung auf Joseph Caro (1488-1575) zurückführte
Gymnasium in Gnesen (Gniezno), Studium an den Univn. in Berlin und Gießen
RS Berlin, aus religiösen Erwägungen Wechsel an die HWJ, wo er 1905 das Rabbinerdiplom erhielt, 1908-1942 liberaler Rb., Prediger und Religionslehrer an höheren Schulen in Köln, 1914-1939 amtlicher Seelsorger für jüdische Strafgefangene in Köln und Umgebung
Gefangenenseelsorger während des 1. WK. Mitunterzeichner der „Richtlinien zu einem Programm für das liberale Judentum“ 1912, Vorstandsmitglied im „Verein für jüdische Geschichte und Literatur“ (1913)
ab 1914 Vorsitzender im Rheinisch- Westfälischen Rabbinerverband. Mitglied des Kuratoriums der „Jawne“ und der Rheinland- Loge in Köln. 15. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert.
Dissertation
Die Beziehungen Heinrichs VI. zur römischen Kurie während der Jahre 1190-1197, Diss. Rostock 1902.
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 32, fol. 58.
Publikationen
Die Geschichte der Rheinlandloge Köln, 1913
„Wie wecken wir das religiöse Interesse?“, JLZ 12.02.1926 (Jg. 6, Nr. 7), S. 3
„Ueber das Irrationale in der Religion und im Judentum“, JLZ 25.03.1927 (Jg. 7, Nr. 12), S. 6
„S. aw“, IFH 28.03.1929
„Jüdische Aufgaben im modernen Strafvollzug. Zum Problem der jüdischen Gefangenenfürsorge“, JLZ 10.07.1929 (Jg. 9, Nr. 28), S. 1f.
Bildmaterialien
IFH 05.04.1934
Asaria, Juden in Köln, 1959, S. 236
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 5.
Literatur
JJGL 16 (1913), S. 9
UOBB, S. 268
Asaria, Juden in Köln, 1959, S. 155, 184, 209f., 319, 356, 388