Sohn des Rb. Benjamin Cohn (BHR 1, Nr. 0273), Nachfahre spanischportugiesischer Juden. Rabbinatsassessor am Altonaer Oberrabbinat, Rb. der Altonaer portugiesischen jüd. Gemeinde, Stiftsrb. an der Abraham Sumbel Klaus in Altona
seit 1906 auch (neben Duckesz) Klausner an der Chacham Zwi Klaus (Klaus des Issaschar Bär Hakohen) in Altona. Mitglied der Kultuskommission
Lehrkraft im Jugend-Lern-Verein Jessaudei Tauroh. Mitglied im Verbandsausschuß des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins, sowie in dessen Schulkommission (1928/29). Verheiratet mit Jette Franck, zwei Söhne. Um 1938/39 Flucht in die Niederlande
1942/43 wurden er und seine Frau sowie die beiden Söhne aus den Niederlanden in die Vernichtungslager Auschwitz bzw. Sobibór deportiert.
Dokumente
StA Hamburg 522-1, Jüd. Gem., Nr. 147, Bd. 6, S. 399
Yadvashem, Liste von Opfern aus den Niederlanden.
Literatur
Israelitischer Kalender für Schleswig Holstein für das Jahr der Welt 5687 (1926/27), S. 45, 48f
Gedenkbuch 1, S. 207
Israelit 13.05.1931 (Jg. 72, Nr. 20), S. 13, zum 25jährigen Jubiläum an der Chacham Zwi Klaus in Altona
Michael Studemund-Halévy (Hrsg.), Die Sefarden in Hamburg. Zur Geschichte einer Minderheit, Hamburg 1997, S. 743
Paul und Gillis-Carlebach (Hrsg.), Menora und Hakenkreuz, 1998, S. 88, 108.