BHR Biographisches Portal der Rabbiner

COHEN, Jacob

  • Geb. 4. Febr. 1865 in Hamburg,
  • Gest. 13. März 1943 im Vernichtungslager Sobibór.
  • Sohn des Rb. Benjamin Cohn (BHR 1, Nr. 0273), Nachfahre spanischportugiesischer Juden. Rabbinatsassessor am Altonaer Oberrabbinat, Rb. der Altonaer portugiesischen jüd. Gemeinde, Stiftsrb. an der Abraham Sumbel Klaus in Altona
  • seit 1906 auch (neben Duckesz) Klausner an der Chacham Zwi Klaus (Klaus des Issaschar Bär Hakohen) in Altona. Mitglied der Kultuskommission
  • Lehrkraft im Jugend-Lern-Verein Jessaudei Tauroh. Mitglied im Verbandsausschuß des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins, sowie in dessen Schulkommission (1928/29). Verheiratet mit Jette Franck, zwei Söhne. Um 1938/39 Flucht in die Niederlande
  • 1942/43 wurden er und seine Frau sowie die beiden Söhne aus den Niederlanden in die Vernichtungslager Auschwitz bzw. Sobibór deportiert.

Dokumente

  • StA Hamburg 522-1, Jüd. Gem., Nr. 147, Bd. 6, S. 399
  • Yadvashem, Liste von Opfern aus den Niederlanden.

Literatur

  • Israelitischer Kalender für Schleswig Holstein für das Jahr der Welt 5687 (1926/27), S. 45, 48f
  • Gedenkbuch 1, S. 207
  • Israelit 13.05.1931 (Jg. 72, Nr. 20), S. 13, zum 25jährigen Jubiläum an der Chacham Zwi Klaus in Altona
  • Michael Studemund-Halévy (Hrsg.), Die Sefarden in Hamburg. Zur Geschichte einer Minderheit, Hamburg 1997, S. 743
  • Paul und Gillis-Carlebach (Hrsg.), Menora und Hakenkreuz, 1998, S. 88, 108.