Sohn von Rb. Israel F. und seiner Frau Bella, Bruder von Bruno F., 1920 Chemiestudium in München, 1928 Promotion und bis 1930 als Chemiker tätig. 1931-1935 JTS Breslau
1934 bearbeitete er das vom Seminar gestellte Preisthema „Die Anerkennung des Staatsgesetzes durch das Religionsgesetz“ und gewann den Israel-Lewy- Preis am JTS. Mai 1935 Bezirksrb. in Offenburg, bereits im Juni 1936 zurück nach München, 1937/38-1940 Rb. in Stettin (Szczecin). 12. Febr. 1940 Deportation nach Piaski bei Lublin, 1942 nach Auschwitz. Verheiratet mit der Offenburgerin Flora Mayer, die sein Schicksal teilte.
Dissertation
Über Darstellung und Wirkungen proteolytisch einheitlicher Arginase, Diss. München 1928.
Publikationen
Rezension von I. Elbogen, A. Freimann und H. Tykocinski (Hrsg.), Germania Judaica. Bd. 1: Von den ältesten Zeiten bis 1238, Breslau 1934, in Der Morgen 10 (1934/ 1935)
„Zur Frage fremder Einflüsse auf das rabbinische Recht“, MGWJ 79 (1935), S. 381- 398, 431-443
„Quellen und Motive der Staats- und Gesellschaftsauffassung des Don Isaak Abravanel“, MGWJ 81 (1937), S. 496-508.
Bildmaterialien
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 8.
Literatur
Jahresbericht, Breslau 1938, S. 6
Kisch, Breslauer Seminar, S. 388, 413
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, S. 49
Peiser, Stettin, 1965, S. 123
Hundsnurscher und Taddey, Baden, 1968, S. 225
Tetzlaff, Kurzbiographien, 1982, S. 78 (unter Israel F.)