Geb. 11. Mai 1875 in Szobotist (Subotica), Ungarn,
Gest. 19. April 1938 in Berlin.
Sohn des David F., nachmals Rb. und Dajan am Bet ha- Midrasch in Holleschau (Holešov), und der Katharina, geb. Flesch. Sechs Jahre Elementarschule in Szobotist
lernte anschließend bei Jehuda Grünwald in Satmar und besuchte die Preßburger Jeschiwa, 1898 Rabbinerdiplom. Besuch der Israelitischen Bürger- und Handelsschule in Preßburg (Bratislava) zur Vorbereitung auf das Univ.-Studium
1898 Univ. Wien, 1899-1902 Univ. Berlin, 1902/03 Univ. Bern, 1903 Promotion in Bern. 1900-1905 RS Berlin und Rabbinerexamen. 1907-1913 Lehrer am Kölner Lehrerseminar
amtierte zwischen 1908 und 1912 zeitweilig auch als Rb. in Lobositz (Lovosice), Böhmen. 1913- 1916 Rb. der Adass Jisroel in Königsberg i. Pr., ab 1916 Rb. im Luisenstädtischen Bruderverein Ahawas Reim und 1917-1938 an der Synagoge Dresdner Straße in Berlin
um 1924/ 25 Lehrer an der Grund- und Mittelschule der Talmud-Tora Knesseth Jisroel, Linienstr. 19. Mitglied im ADR. Konstruierte 1929 einen elektrisch-automatischen Schabbat-Ofen, der es ermöglichte, die Speisen am Schabbat in einer nach dem Religionsgesetz erlaubten Weise zu wärmen.
Dissertation
Mose ben Maimûni's Mischna-Kommentar zum Traktat Kethuboth, Abschnitt I und II. Arabischer Urtext auf Grund von zwei Handschriften zum ersten Male herausgegeben; mit verbesserter hebräischer Übersetzung des Jacob ibn Abbasi, Einleitung, deutscher Übersetzung, nebst kritischen und erläuternden Anmerkungen, Diss. Bern 1902 (Berlin 1903).
Dokumente
StA Bern BB 05.10.1705, S. 237f.; BB III b 1293
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1.
Publikationen
H. imum ’eleqt. ri ba-šabat, ca. 1928/29 [genannt in JP 07.06.1929].
Epigraphik
Begraben auf dem Friedhof der Adass Jisroel, Berlin-Weissensee.
Literatur
Handbuch 1924/25, S. 170
M. Frankfurter, „Eine wertvolle halakhisch-technische Neuheit“, JP 07.06.1929