Traditionelle rabbinische Ausbildung, zunächst beim Rabbiner seiner Vaterstadt, später an den Jeschiwot in Gyöngyös, Szerdahely (Miercurea Sibiului) und Preßburg (Bratislava). Mit 20 Jahren vom Bet Din in Altofen (Óbuda) und Rb. Juda Aszod ordiniert. Univ. Wien, 1863 nach Berlin, Universitätsstudium, gleichzeitig Privatlehrer bei Dr. Michael Sachs. 1866 Rb. in Szentes, Ungarn
einen Ruf nach Beuthen (Bytom) im selben Jahr lehnte er ab. 1880 Rb. in Triesch (Třeš■), Mähren
1884 Rb. in Grätz (Grodzisk Wielkopolski), Posen
1897 Prediger und Schulleiter an der vereinigten „Schochare hatow“ und „Bne Brith“-Gemeinde in Berlin. Schwiegervater von Eduard Baneth.
Dissertation
De aequi notione secundum Aristotelem, Diss. Rostock 1865.
Publikationen
„Die Thora, ein Lebensbaum (zu Paraschat Chukath)“, Israelit 30.06.1898 (Jg. 39, Nr. 51) u. Israelit 11.07.1898 (Jg. 39, Nr. 54)
„Die Thora als tröstende Mutter. Eine Sabbat- Nachmu-Betrachtung“, Israelit 28.07.1898 (Jg. 39, Nr. 59), S. 1f
„Die beiden Lebenswege. Zu Paraschat re’e“, Israelit 11.08.1898 (Jg. 39, Nr. 63)
„Die Chukim. Eine Peßachfest- Betrachtung“, Israelit 06.03.1899 (Jg. 40, Nr. 19) u. Israelit 09.03.1899 (Jg. 40, Nr. 20).
Epigraphik
Begraben am 14. März 1902; die Trauerreden hielten Meier Hildesheimer und Eduard Baneth.
Literatur
AZJ 21.03.1902 (Jg.66, Nr. 12), Beilage S. 2, Nachruf