BHR Biographisches Portal der Rabbiner

GOLDSTEIN, Aron David, Dr.

  • Geb. 10. Febr. 1838 (lt. Vita/Prom.-Akte 4. Febr. 1844) in Szerdahely (Miercurea Sibiului), Ungarn,
  • Gest. 6. Sept. 1913 in Mutzig, Unterelsaß.
  • Sohn des Dajans Esra (DBR: Efra) Zoref und seiner Ehefrau Debora Paphonke
  • erster Unterricht beim Vater und dem Ortsrabbiner Jehuda Ossad
  • sechs Jahre Elementarschule, Gymnasium in Preßburg (Bratislava), Juni 1864 Maturitätsexamen
  • 1865-1867 Univ. und Studien bei Seckel Dov Bamberger in Würzburg, 1867-1870 Univ. Berlin, 1868-1869 Hörer an der Veitel-Heine-Ephraim’schen Lehranstalt in Berlin
  • 8. Jan. 1873 Promotion in Tübingen. Rabbinerdiplom in Preßburg. Febr. 1871 bis 1878 Prediger und Religionslehrer in Guttstadt (Dobre Miasto), Ostpreußen
  • 1874 Rb. in Bern, wo er zugleich an der Univ. Vorlesungen über talmudisches Recht und Religionsphilosophie hielt
  • 1877 nach Durmenach, Oberelsaß, berufen. 1880-1883 Rb. in Durmenach
  • betreute in dieser Zeit auch drei Jahre lang die Gemeinde in Bern
  • seit 9. Jan. 1884 bis 1913 Rb. in Mutzig. Erhielt im Aug. 1899 den Roten Adlerorden IV. Klasse. Schwiegervater von Rb. Israel Nobel.

Dissertation

  • [Eine Abhandlung über Abraham Ibn Esra als Exegeten mit Vorausschickung einer Lebensbeschreibung dieses Mannes] (die Arbeit wurde ohne Titel eingereicht), Diss. Tübingen 1873.

Dokumente

  • UATübingen 131/22a, 126-127; 131/22b, 22
  • GStA PK, Rep. 94 Nr. 792 H. 2.

Publikationen

  • Nach 1875 Herausgeber der Wochenschrift Jüdischer Sprechsaal in dt. und franz. Sprache in Durmenach.

Epigraphik

  • Begraben auf dem Friedhof in Rosenwiller, Unterelsaß.

Literatur

  • Israelit 11.09.1913 (Jg. 54), Nachruf
  • Sommerfeld, S. 49
  • DBR 2007, S. 309.