Gest. 16. April 1943 im Vernichtungslager Sobibór.
Schwiegersohn des Jarotschiner Rb. S. M. Bloch
1894-1900 JTS und Univ. Breslau
1900 Promotion in Breslau. 1901 Rabbinatsassessor und Religionslehrer in Chemnitz, 1902/03-1908 Rb. in Lauenburg in Pommern (Lêbork), 1908- 1911 Rb. in Pinne (Pniewy), Posen. 1911 bis um 1929 Leiter des Jaffaschen Fürsorge- und Waisenheims der Großloge für Deutschland in Berlin. Dozent für frühe semitische Sprachen an der HWJ. Mitglied der Deutschen Reichsloge (1903-1912) und des ADR. 1939 Flucht in die Niederlande, Deportation. Am 11.12.2006 wurde vor seinem Wohnhaus in der Wielandstraße 12, Berlin-Charlottenburg, ein „Stolperstein“ verlegt. Sein Sohn Joseph (J. Tal, 1910- 2008) emigrierte 1934 nach Palästina und wirkte als Komponist und Pianist, Gründer und Leiter des Zentrums für elektronische Musik in Israel und Leiter des Musikwissenschaftlichen Instituts an der Hebräischen Univ. Jerusalem. Seine Tochter Gerda überlebte das Konzentrationslager.
Dissertation
Die syrische Übersetzung zum Buche Esther, Diss. Breslau 1900 (ebd.).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1
Yadvashem, Liste von Opfern aus den Niederlanden.
Literatur
Brann, Geschichte JTS, 1904, S. 163
GB 12.05.1911 (Jg. 75, Nr. 19), S. 4
UOBB, S. 13
Josef Tal, Der Sohn des Rabbiners, Darmstadt 1985, S. 10ff
Fehrs, Jüdische Schulen, 1993, S. 141
Heitmann und Schoeps (Hrsg.), Juden in Pommern, 1995, S. 53.