BHR Biographisches Portal der Rabbiner

HAMBURGER, Bernhard Issachar, Dr.

  • Geb. 6. Nov. 1875 in Alzenau, Unterfranken, verschollen 1943 im KZ Auschwitz.
  • Sohn des Daniel und der Miriam H., Studium am RS Berlin und an der Univ. Straßburg. Um 1908 bis um 1912 Lehrer an der I. Religionsschule in Breslau
  • um 1924/25 Direktor der Höheren Schule des Jüdischen Schulvereins in Breslau
  • Lehrer an der konservativen Religionsschule in Breslau und Religionslehrer an Gymnasien. Streng orthodox, für seine Rednergabe und seine wissenschaftlich anspruchsvollen Vorträge und Predigten bekannt. Um 1926/28 wurde er als Rb. an die Privatsynagoge Altglogauer-Schul in Breslau berufen. Vermutlich zusammen mit seiner Frau Eugenie, geb. Wolf aus Gailingen, 13. April 1942 über Izbica ins KZ Majdanek deportiert
  • Eugenie starb in Lublin.

Dissertation

  • Maimonides' Einleitung in die Mishna. Arabischer Text mit umgearbeiteter hebräischer Übersetzung des Charizi und Anmerkungen, Diss. Strassburg 1902.

Dokumente

  • Yadvashem, Gedenkblatt, eingereicht von der Tochter Miriam, verh. Nussbaum
  • Auskunft Irene Kaufmann, Heidelberg.

Publikationen

  • Staats-Zionismus. Sein Weg und sein Ziel, Berlin 1935, 40 S. (rez. von Erwin Pollack, ZVfD-Blätter [Blätter für die Mitarbeiter der Zionistischen Vereinigung für Deutschland] 08/ 1935 [Nr. 21]).

Bildmaterialien

  • Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 12.

Literatur

  • Jahresbericht, Breslau 1912, S. 4
  • Handbuch 1924/1925, S. 160
  • JLZ 12.12.1924 (Jg. 4, Nr. 44), S. 5
  • Israelit 01.07.1926 (Jg. 67, Nr. 27), S. 6a
  • Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, S. 67
  • Tetzlaff, Kurzbiographien, 1982, S. 125
  • Walk, Kurzbiographien, S. 138
  • Mitteilungen des Verbandes ehemaliger Breslauer und Schlesier in Israel 53 (1989), S. 16
  • Hildesheimer, RS, S. 54
  • Gedenkbuch 2006, S. 1171f
  • Eliav/Hildesheimer, S. 133
  • Walk, Kurzbiographien, S. 138.