Sohn des Bijouteriehändlers Benedikt C. und der Rachel Maus, 9. Nov. 1825 zum Talmudstudium an die Jeschiwa von Jak. Ettlinger in Mannheim, 24. Okt. 1827 Abreise von dort
30. Okt. 1833 imm. Gießen, 21. Okt. 1834 imm. Bonn, 24. Dez. 1836 erneute Imm. in Gießen, 27. Feb. 1837 prom. das., 1838 Religionslehrer in Mainz, Reformanhänger, feiert dort am 11. Juli 1840 erstmals die Konfirmation, seit 1843 auch Prediger, 21. Aug. 1844 Heirat mit Babette Fürst (1822-1891), Tochter des Heidelberger Rb. Salomon F., 1846 Rabbinatsverweser, 19. Dez. 1851 zum „zweiten Rabbiner“ ernannt, behält nach dem Amtsantritt von Joseph Aub die Rabbinatswürde für die Gemeinde Kastel, 1866 erster Rb. der [liberalen] Mainzer Hauptgemeinde. 1880 Pensionierung.
Dokumente
RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Häuser F2,13; F3,4
Familienbuch im StadtA Mainz, 50/887, Eintrag Nr. 67 (Hausnr. D 329); 50/893, Eintrag Nr. 6601.
Publikationen
Leitfaden für den Unterricht in der israelitischen Religion, Mainz 1850, 96 p. (Rez. AZJ 1850, S. 531f.)
Predigten, gehalten am Neujahrs- und Versöhnungstage des Jahres 1850, Mainz 1853
Abschiedsrede, Mainz 1880.
Epigraphik
Kein Grabstein bekannt, lt. Mitteilung von Martina Strehlen.
Literatur
Nachruf PWMbl vom 1. März 1888
Salfeld, Vergangenheit der jüdischen. Gemeinde Mainz, S. 83ff
Levi, Magenza, S. 67f, mit Bildnis S. 66. „Memoiren desselben sind vor einigen Jahren von einer hiesigen Tageszeitung veröffentlicht worden“
Arnsberg, Hessen, Bd. II, S. 20f
Rolf Dörrlamm, Magenza. Die Geschichte des jüdischen Mainz, Mainz 1995, S. 34 (Bildnis)
Heuer (Hrsg.), Lexikon deutsch-jüdischer Autoren, IV (1996), S. 376ff