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CALVARY, Jakob, auch J. CALVORY, KALFARI oder KALIPHARI

  • Gest. Kislew 1836/37 in Posen
  • Sohn des Arje-Löb C., Familienherkunft angeblich aus Calahorra, Spanien (vielleicht eher aus Kalvarija, Litauen)
  • verheiratet 1788 in Szamotuły (Samter) in Großpolen. Nach der poln. Teilung 1799 als Lehrer nach Hamburg, Rendsburg in Schleswig-Holstein, dann Oberschlesien. Unter dem Westphälischen Königreich um 1809 Unterrb. in Rotenburg/Fulda. Im Alter Dajan in Posen unter Akiba Eger.

Dokumente

  • AU Wrocław, F 434, S. 48; F 437, S. 15; F 456; UA Halle, Phil. Fak. II, Nr. 66, Bl. 259- 264: Sein Sohn Salomon Calvary, geb. 6. Juli 1818 in Posen, studierte am Matthiasgymn. in Breslau und seit dem 10. Dez. 1843 drei Jahre an der dortigen Universität; er promovierte am 18. Mai 1847 in Halle mit einer Arbeit De Syriaca Pentateuchi versione.

Publikationen

  • Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, I, Nr. 34
  • Zwei Approbationen, datiert Posen 1829, 1835; Löwenstein, Index, S. 107.

Literatur

  • Rabbinerliste des Westphäl. Kgrs. vom 15. März 1809; Sulamith II, 2, S. 298
  • Wreschner, „Eger“, II, S. 14
  • Heppner und Herzberg, S. 880
  • Josua Friedländer, „Aus einer Posener Familienchronik“, Posener Heimatblätter 4 (1930), S. 28, schließt aus seiner Biografie: „Es war die Zeit der franz. Revolution und der polnischen Wirren eine schwere Zeit für Lernbegabte, die sich dem Talmudstudium hingeben wollten [...] Er selbst bezeichnet seine Wanderjahre als Galuth - bis er schließlich, schon ruhebedürftig, als Rabbinatsassessor in Posen, zur Zeit Akiba Egers, eine angemessene Stellung fand“
  • Bernhard Brilling, „Zur Geschichte des Rabbinats in Rendsburg (Schleswig-Holstein)“, Udim 2 (1971), S. 7-13, nennt ihn als Unterrb. Jakob b. Arje-Löb Posen.