OR in Hunsdorf, 1929-1938 Rb. der IRG in Frankfurt a. M.
setzte sich bei der Wahl gegen Raphael Breuer durch und beendete somit die Hirsch-Breuer-Dynastie. War ein Mann von großem talmudischem Wissen, der sich aber kaum in deutscher Sprache bei seinen Predigten verständlich machen konnte. Am Tod seines ältesten Sohnes Samuel, der im Febr. 1934 im Alter von zehn Jahren nach achtjährigem Krankenlager verstarb, zeigte die Gemeinde tiefe Anteilnahme. Nach dem Novemberpogrom inhaftiert, Ende 1938 als tschechischer Staatsbürger Emigration nach England und in die USA, Anfang der 60er Jahre nach Israel.
Publikationen
„Wiederaufbau“, Israelit 24.07.1924 (Jg. 65, Nr. 30), Beilage S. 2f
„Zum I. Perek“, JWB 22.06.1928
„Kundgebung orthodoxer Rabbiner (zus. mit Joseph Carlebach Julius Merzbach und Isak Unna)“, JR 07.04.1933 (Jg. 38, Nr. 28/29)
„Berichtigung“, MGWJ 80 (1936), S. 440.
Epigraphik
Begraben in Jerusalem.
Bildmaterialien
IFH 18.10.1934
Arnsberg, Frankfurt, S. 179.
Literatur
Israelit 30.05.1929 (Jg. 70, Nr. 22), S. 8
Israelit 27.06.1929 (Jg. 70, Nr. 26), S. 1f., 10, zur Wahl in Frankfurt/M
Israelit 19.09.1929 (Jg. 70, Nr. 38), S. 17
Israelit 03.10.1929 (Jg. 70, Nr. 40), S. 9, zur Amtseinführung
Israelit 01.03.1934 (Jg. 75, Nr. 9), S. 12, zu seinem Besuch in London
Arnsberg, Frankfurt, S. 176, 181
Morgenstern, Frankfurt, 1995, S. 224, 329
Georg Heuberger (Hrsg.), Ostend. Blick in ein jüdisches Viertel, Frankfurt/ M. 2000, S. 47, mit Bild