1895-1902 JTS und Univ. Breslau, währenddessen zunächst als Hauslehrer tätig, später Lehrer an der jüdischen Religionsschule und Religionslehrer an der Knabenschule, Mitglied der Studentenverbindung Amicitia. 1902- 1908 liberaler Rb. in Potsdam, wo er auch seine Frau, Feodora Cohn aus Zempelburg, kennenlernte
Heirat am 21. Juni 1904. 1908-1926 Rb. in Danzig und Leiter der Danziger Religionsschulen
Mitglied im Verein israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen (um 1902). Mitglied der Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands
Mitglied, später Landesverbandsvorsitzender des CV. Ausschußmitglied im Verband der Westpreußischen Synagogen-Gemeinden. Vorsitzender des Emigrationskommitees für osteuropäische jüdische Auswanderer, Mitglied im Danziger städtischen National-Komitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels, Vorsitzender der „OSE“, tätig für die Danziger Gruppe der „ORT“. Vorsitzender im Verein für jüdische Geschichte und Literatur (1913), Präsident der Borussialoge. Seine Erkrankung veranlasste die Gemeinde Danzig im August 1925 einen weiteren Religionslehrer anzustellen
er starb während eines Kuraufenthaltes in St. Blasien. Sein Sohn Wolfgang „Wolli“ studierte 1935-1937 an der HWJ und ging 1937 nach Cincinnati ans HUC
CAHJP Jerusalem, Synagogengemeinde Danzig 44 (Personalia Dr. Robert Kälter, 1908-1926)
Ebd. 62 (Rabbinerwahl 1907).
Manuskripte
Agende für den Gottesdienst vor der Rekrutenvereidigung unter Benutzung der Vorschläge des deutschen Rabinerverbandes, Potsdam 1905, in CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 5.
Publikationen
Geschichte der Juden zu Potsdam, 1903; Nd. 1993; im Anhang: „Predigt zur Einweihung der neuen Synagoge zu Potsdam am 17. Juni 1903, gehalten von Dr. Robert Kaelter“
Abschiedspredigten des Rabbiners Dr. Robert Kaelter am 21. und 28. März 1908 gehalten in der Synagoge zu Potsdam, 1908
„10 Predigten“, Ruth Ollendorf, Robert Kaelter Ein Lebensbild, 1927. Hrsg. eines Gebetbuches für die Danziger jüd. Gemeinde, 1924.
Bildmaterialien
Sinasohn, Privatsynagogen, Fotoseite (im Anhang).
Literatur
Brann, Geschichte JTS, 1904, S. 171
GB 24.04.1908 (Jg. 72, Nr. 17), S. 2
JJGL 16 (1913), S. 10
JLZ 01.08.1924 (Jg. 4, Nr. 25), S. 5, zum 50. Geburtstag
CVZ 14.08.1924 (Jg. 3, Nr. 33), S. 498, zum 50. Geburtstag: „Dem trefflichen Manne der Tat, unserem edlen Förderer, dem ausgezeichneten Redner, dem warmherzigen Juden unsere allerherzlichsten und innigsten Glückwünsche.“
JLZ 12.03.1926 (Jg. 6, Nr. 11), S. 5
Israelit 18.03.1926 (Jg. 67, Nr. 12), S. 9
JLZ 19.03.1926 (Jg. 6, Nr. 12), S. 5, Nachruf
Ruth Ollendorf, Zum Gedenken an Robert Kaelter: Rabbiner der Synagogengemeinde Danzig, 1927
Wininger VII, S. 138f
Echt, 1963, S. 365ff
Samuel Echt, Die Geschichte der Juden in Danzig, Leer (Ostfriesland) 1972, S. 101